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Beiträge vom » November, 2008 «

Noch´n Flug.

Sonntag, 30. November 2008 | Autor: Michael

Und dann, Samstag, endlich mal ein normaler Rückflug. Neben mir war ein Platz frei, alles war gut. Sanfter Start, sanfte Landung, in Ruhe gelesen, keine besonderen Vorkommnisse.

In Hamburg angekommen, am Laufband dann. Ich warte auf meine Reisetasche. Neben mir steht eine geschätzte Mittdreissigerin, ebenfalls aus Stuttgart gekommen und ebenfalls wartend. Sie zückt ihr Handy.

“Bin grad gelandet. Duuuuuuu kaaaaaaaannnnst dir nicht vorstellen was für ein Flug das war. Wiiiie in der Aaaachterbaaaaahn! Wir mussten die ganze Zeit über angeschnallt bleiben, so ein ´rauf und ´runter! … Ja, ehrlich! Der Käpt´n hat was von Turbulenzen…. was von Turbulenzen durchgesagt, ich bin fast mit dem Kopf gegen die Decke gestoßen …. ja, du glauuuuubst es mir nicht, das hab ich ja noch niiiiiiiiie erlebt! Nicki da kommt mein Koffer…ja, genau, du ich flieg niiiiiiiiiiie wieder! Die gaaaaaaaaanze Zeit angeschnallt! Wetter war doch nicht so schlecht, wenn ich das gewusst hätte… da ist mein Koffer warte (reißt ihren Koffer vom Laufband, stößt dabei einen anderen Koffer vom Laufband in den Inneraum der Bänder, nun unerreichbar) …sowas… das muss ich dir noch mal in Ruhe erzählen… (entfernt sich).

Nein, an der Anzeigetafel des Bandes steht meine Flugnummer und Stuttgart. Und da , etwas später, kommt auch meine Reisetasche. Auf demselben Laufband. Keine Zweifel mehr. Diese Dame saß in meiner Maschine. Nur weg hier. Offenbar halluziniere ich. Das sind die Anfänge. Zu viel Architektenrecht in 2 Tagen soll ja auch ungesund sein. Auf geht´s, zum Parkhaus. P5. Platz 3.27 habe ich im Kopf. Ich nehme die Treppe. Ein wenig Bewegung usw… Von oben. Eine Stimme. Kommt mir bekannt vor. Telefonierend. Sie kommt mir entgegen, die Treppe runter.

“Hab das Auto hier gaaaaanz sicher abgestellt, Bernie, renn hier schon seit Stuuuuuuunden herum und find es nicht… du hättest mich doch hinfahren sollen… wo ist das Scheißauto geblieben… ja was ruhig bleiben ich bin ruhig finde nur das Auto nicht..ich reg mich aber auf…” (verschwindet hinter Tür zur Ebene 2).

Ich öffne die Tür zur Ebene 3. 3.27. Uffz. Das Auto steht da. Puh. Ich hatte schon… Dennoch. 2 Tage Architektenrecht… genau, s.o.

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Über den Wolken: grenzenlose Freiheit.

Donnerstag, 27. November 2008 | Autor: Michael

Fliegen ist immer wieder ein Erlebnis. Im Anschluss ein einen außerordentlich bemerkenswerten Gerichtstermin letztens sollte ich dann nach Hause zurückfliegen.  Auf meinem Ticket prangte 8A, also ein Fensterplatz. Im Gang angekommen stellte ich fest, dass dieser Platz frei war. Auf 7A saß eine nicht nur etwas dickliche Dame. Vor mir stand, Höhe Reihe 7, ein Jüngling. Dieser blickte auf sein Ticket, dann zur Dame und bemerkte laut und vernehmlich, er sei 7A. Dies führte zu einer nicht unerheblichen Diskussion, da die Dame darauf bestand, ebenfalls ein Ticket mit 7A zu besitzen. Seisdrum. Die Stewardess, flugs herbeigeeilt ob der mittlerweile lautstarken Diskussion löste das Problem pragmatisch. Zum Jüngling gewandt, sagte sie, er möge sich doch dann auf 8A setzen.

Nun bin ich ja durchaus tolerant, aber stehen während des Fluges wollte ich dann doch nicht. Ich warf daher keck ein “Ich bin 8A” – woraufhin mich allerdings die Umstehenden (vermutlich bis zur Gangway hin) hasserfüllt anstarrten. Kein Problem. “Egal, setzen Sie sich dahin”, deutete ich dem Jüngling und verwies auf 8A, um mich dann, nach erleichterten Aufseufzen aller Zuhörer, mich auf 8B zu setzen, angespornt von der Bemerkung der Stewardess, die Maschine sei sowieso nicht gaaanz ausgebucht. Auch gut.

Weniger gut war dann, dass, nachdem ich auf 8B Platz genommen und mich in das Hamburger Abendblatt vertieft hatte, ein Nachzügler – anscheinend hatte die Crew auf den verspäteten Passagier noch gewartet – hechelnd an meiner Seite erschien, halb freudig halb wütig mit einem 8B Ticket wedelte. Ich verwies elegant auf die nun nicht mehr anwesende Stewardess und versuchte mit dem Satz “Hier ist freie Platzwahl” mir ein wenig Rückendeckung zu verschaffen. Das funktionierte.. halbwegs. Der Verspätungsmann warf sich auf Platz 8C – der frei war… – und damit zugleich auf meine dort abgelegten Teile des Hamburger Abendblattes. Er erwies sich dann immerhin als so freundlich, auf meine Bitte hin seinen Allerwertesten nochmals zu erheben, um mir die Lektüre zurückholen zu können. Auch gut.

Allerdings war mir nun die Lust auf die Zeitung vergangen. Auch der Platz übrigens, denn um das Abendblatt auf meinem Mittelplatz lesen zu können, hätte aufgrund der Flügelspannweite der Zeitung mindestens ein Platz neben mir frei sein müssen. Ich legte sie also auf meinen Schoß und ergriff ein grad neu erworbenes Büchlein, als der Verspätungsmann mich fragte: “Lesen Sie die Zeitung noch?” Ja, später, erwiderte ich, aber er könne sie gerne bis dahin lesen (und dachte dabei an die frei werdenden Kubikzentimeter auf meinem Schoߟ). Kaum erleichtert um die Zeitung und vertieft in mein Buch, hörte ich von rechts ein laut vernehmliches “Raaatsch”. Ich sah, wie der Verspätungsmann das Kreuzworträtsel aus meinem Abendblatt herausriss. Nun benätige ich dieses nicht zwingend zur Unterhaltung, dachte kurz über eine Bemerkung nach, unterließ es und las weiter. “Raaatsch”. Mein Nachbar zur Rechten hatte beschlossen, auch die Anzeige einer Supermarktkette aus der Zeitung zu entfernen. “Sie”, sagte ich, “Sie. Ich wollte die Zeitung eigentlich noch lesen.” Ach so, sagte der Verspätungsmann. Das habe er nicht gewusst. Und legte mir die mittlerweile leicht zerrissene Zeitung wieder auf meinen Schoß. Auch gut.

Ich las weiter. Die Tatsache, dass der Jüngling mittlerweile, kaum dass die Maschine in der Luft war, lautstark mit seiner Freundin via Handy telefonierte, störte mich eigentlich nicht. Auch sonst übrigens niemand, auch die Stewardessen nicht (die waren mit dem Verteilen von Laugenstangen beschäftigt). Eher empfand ich es als störend, dass der Verspätungsmann mitlas. In meinem Buch. Sein Blick war starr auf die Seiten gebannt. Nun kann man das durchaus als Kompliment empfinden, handelt es sich doch um ein wirklich ganz hervorragendes Werk von herausragenden Künstlern. Allerdings ertappte ich mich dabei, beim Umblättern der Seiten auf den Nachbarn zur Rechten Rücksicht zu nehmen. Ich war beim Lesen offenkundig schneller als er. Das bemerkte ich an seinen Stirnfalten, die er zog, als ich umblättern wollte. Ich tat zunächst so, als hätte ich es nicht bemerkt, blätterte aber anstandshalber kurz zurück, um ihn die Seite zu Ende lesen zu lassen. Bei Seite 22 angekommen, hielt ich es aber nicht mehr aus. “Kaufen Sie es doch auch”, platzte es aus mir heraus. “Ach nein”, sagte der Verspätungsmann, “wissen Sie, ich mache mir nichts aus Büchern. Ich lese lieber Zeitungen.” Ich verkniff es mir, “die anderer Leute” zu sagen. Nebenan schrie der Jüngling seine Freundin an, via Handy. Nein. Ich will doch über den Wolken nicht spießig erscheinen.

Thema: Unspießiges | Beitrag kommentieren

Spak. Kein Schimmel.

Dienstag, 25. November 2008 | Autor: Michael

Bauabnahme eines Einfamilienhauses.

Es treten auf: Bauherrin (BHin), Bauherr (BH), Bauleiter (BL) der Baufirma.

BHin: (zeigt auf Gipskartondecke) Sagen Sie mal, Herr BL, was ist da oben an der Decke so schwarz?

BL (lächelt): Das ist restlicher Spak. Das hat oben im Dach mal reingeregnet, da war dann die Dämmwolle nass. Ist nu aber trocken.

BHin: Das fühlt sich aber noch nass an. Und schwarz ist es auch.

BL: Das ist nur der Spak an der Rigipsplatte. Trocknet wieder. Wir haben das auch schon mit Schimmelex behandelt. Spak ist kein Schimmel. Der tut nix.

BH: Das haben wir aber hier überall am Rand (zeigt auf das Wohnzimmer und die Decke), gucken Sie mal.

BL: Das ist in einer Woche weg.

BHin: Ich bin Asthmatikerin. Mein Mann hat Neurodermitis. Ich weiߟ ja nicht…

BL (unterbricht): Nun mal langsam. Von dem bisschen Spak… dann dürfen Sie auch keinen Schimmelkäse essen.

BH: (zeigt auf die Steckdosen im Dachgeschoss) Guck mal, das zieht hier raus. Richtig kalt am Finger ist das.

BL: Das gehört so. Das ist die Hinterlüftung des Daches.

BHin: Aber das ist doch dann nicht dicht wenn da Luft rauskommt…

BL (unterbricht): Ja kann doch auch nicht! Wie soll auch. Sonst hätten Sie ja nie Steckdosen in der Wand im Dach.

BH (hält Feuerzeug an Steckdosenauslass): Gucken Sie mal, wie die Flamme wackelt. (Flamme geht aus) Nu isse aus!

BL: Das ist die HInterlüftung. Das ist immer so.

BH: Also so unterschreib ich hier gar nichts. Das machen Sie alles zu und trocken.

BL: Wenn Sie meinen. Dann kriegen Sie aber auch die Schlüssel nicht. Hören Sie mal, ich mach das jetzt seit 18 Jahren. Kleinigkeiten am Bau gibt es immer mal. Sie stellen sich aber auch wirklich an. Das ist ein prima Haus, und alles funktioniert, hier zum Beispiel (drückt auf den Schalter für den elektrischen Rolladen am Wohnzimmerfenster – es passiert nichts).. (murmelt) … was nachgestellt werden. (lauter) Alles nur Kleinigkeiten! Wenn ich mich über jeden schwarzen Fleck so aufregen würde, dann würd ich ja nie fertig werden!

Thema: Berufliches | Beitrag kommentieren

Mediation. Alles wird gut.

Sonntag, 23. November 2008 | Autor: Michael

Dieses eindruckvolle Schaubild findet sich auf der Seite www.consenseo.com des Osnabrücker Kollegen Brinkmann.

Und zu den Kosten schreibt der Kollege Folgendes:

Die Kosten für ein Mediationsverfahren bleiben übersichtlich, da eine für alle Seiten akzeptable Lösung meist nach wenigen Terminen erzielt wird.
Die Beteiligten legen die Kostenverteilung gemeinsam fest. In der Regel teilen sich die Konfliktbeteiligten anteilig die Kosten des Mediators, der auf Stundenbasis abrechnet.
Im Zivilprozess trägt die unterliegende Partei alle Gerichts- und Anwaltskosten, auch die der anderen Partei. Entsprechend groß ist der Aufwand, den die Parteien betreiben, um ihr Verlustrisiko zu minimieren.
Ein Rechtstreit löst nicht nur Gerichts- und Anwaltskosten aus; er blockiert vielfältige Ressourcen und menschliche Energien nicht selten über Jahre hinweg. Mit dem Einsatz von Mediation ist dieses wertvolle Potential schneller freigesetzt und wieder verfügbar. Die Vertraulichkeit der Mediation verhindert unkalkulierbare Folgekosten und Imageschäden.

Also ich will auch Mediation. So. Allein die Streitwerte: das Schaubild suggeriert mittlere Streitwerte irgendwo im Millionenbereich. Fein. Und dann: alle sind zufrieden. Mandant ist glücklich, Anwalt sowieso, und der Richter auch (weil nix zu tun).

Oh je. Wenn es denn so wäre… seufz.

Thema: Berufliches, Rechtliches | Beitrag kommentieren

Zur Glaubwürdigkeit von Boris Becker – wen es interessiert.

Freitag, 21. November 2008 | Autor: Michael

Nun kann es eigentlich relativ egal sein, was mit Boris und seiner Sandy so war oder nicht war.

Wenn da nicht dieses Interview wäre, welches der aufgewühlte Boris der mitfüählenden BILD-Kolumnistin gab, nämlich hier, betitelt mit: So machte Sandy Schluss mit mir.

Armer Boris. Leider glaube ich ihm nicht. Dieses Interview ist gefällt mit Lügensignalen.  Nur ein Absatz als Beispiel, das genügt vollkommen (auch die anderen sind nicht viel besser):

BILD: Wie hat Sandy reagiert?

Becker: Schwierig, weil ich auch nicht jedes Detail und jedes Wort wiederholen möchte. Ein bisschen Privatsphäre sollten wir noch versuchen zu wahren. Aber glauben Sie mir, es war nicht schön. Was ich Ihnen hier mitteile, ist leider die Wahrheit. Ich kenne mich im Medienrecht mittlerweile recht gut aus und kenne die Konsequenzen, wenn ich hier lügen würde. Warum ich mich heute überhaupt zu Wort melde, weil es langsam auch meinen Namen beschmutzt, was hier von der anderen Seite öffentlich behauptet wurde. Ich bin der Letzte, der eine öffentliche Schlammschlacht braucht. Ich habe das schon einmal nach meiner Scheidung durchmachen müssen. Aber wenn der Bogen überspannt ist und zu viele Unwahrheiten behauptet werden, habe ich keine andere Wahl!

Das Fluchtsymptom: Boris wird (nur) gefragt, wie Sandy reagiert hat. Diese Frage beantwortet er nicht. Er versucht zu erklären, dass es füäihn schwierig ist, dazu etwas zu sagen (warum eigentlich? – das Argument Privatsphäre zieht nicht, da er ganz andere Dinge schildert, viel intimere). Und nach zwei Sätzen, die die Frage nicht beantworten, schwenkt er auf sich über (“glauben Sie mir, es war nicht schön..”, es folgt nichts über Sandy). Er beantwortet die Frage also nicht, sondern sucht die Flucht in Nebensächlichkeiten seine Person betreffend.

Bestimmtheitssignal: Boris sagt “glauben Sie mir”, “es ist leider die Wahrheit”,  “Ich kenne mich im Medienrecht mittlerweile recht gut aus und kenne die Konsequenzen, wenn ich hier lügen würde.” Wird die Wahrheit einer Bekundung demonstrativ beteuert, kann man davon ausgehen, dass gelogen wird.  So krass wie hier findet man es selten.

Übertreibungssignal: Dies findet man in ” Ich bin der Letzte, der eine öffentliche Schlammschlacht braucht” oder etwa in “habe ich keine andere Wahl”. Derartige Übertreibungen machen Bekundungen immer verdächtig.

Entrüstungssymptom: “Aber wenn der Bogen überspannt ist und zu viele Unwahrheiten behauptet werden, habe ich keine andere Wahl!” Je mehr eine Entrüstung öffentlich dargeboten wird, desto skeptischer sollte man sein.

Hm. Vielleicht wollte er ja auch nur Stoff für die nächste Auflage von Büchern über die Glaubwürdigkeitslehren liefern. Was weiß ich denn. Armer Boris.

Thema: Unlogisches | Beitrag kommentieren

Peinlichkeiten, unlängst erlebt.

Donnerstag, 20. November 2008 | Autor: Michael

1. Anwalt geht in den Wartesaal des Gericht, vor seinem Gerichtstermin, die Parteien sind geladen. Dort sitzen zwei Gestalten, die Ihm irgendwie bekannt vorkommen. Er begrüߟt sie herzlich mit “Hallo Herr Meier, hallo Frau Meier.”  Aus der Nische treten seine Mandanten (Meier).

2. Anwalt spricht während der Verhandlung mit einer jüngeren Dame hinter dem Richtertisch und straft den älteren Herren daneben, der fleißig mitschreibt, mit verachtungsvollem Blick. Irgendwann sagt der Herr dann zur Dame: “Danke, Frau Referendarin, das haben sie gut gemacht, ich übernehme.”

3. Anwalt begrüߟt den gerichtlich bestellten Sachverständigen im Ortstermin, alle sind anwesend: “Hi, wenn wir nächstes Mal essen gehen, gehen wir aber zum Italiener.”

Fortsetzung folgt.

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Wohnfläche und Mietraumfläche.

Mittwoch, 19. November 2008 | Autor: Michael

Der von mir hochgeschätzte Herr Streyl, Vorsitzender einer Zivilkammer des LG Krefelds, hatte Gelegenheit, sich darüber Gedanken zu machen, ob die Formulierung im Mietvertrag “Mietraumfläche” dasselbe meint wie die oft in Mietverträgen anzutreffende Formulierung “Wohnfläche” (LG Krefeld, NZM 2008, 800f).

Der VIII. Zivilsenat des BGH hatte am 24.3.2004 erstmals und dann in der Folge immer wieder entschieden, dass ein Mieter (auch für die Vergangenheit) die Miete mindern kann, wenn seine Wohnung um 10% und mehr kleiner ist als im schriftlichen Mietvertrag angegeben – wenn im Mietvertrag von “Wohnfläche” die Rede ist (z.B.: “Die Wohnfläche beträgt 100 qm”). Maßgeblich für die Berechnung der tatsächlichen Wohnfläche sind regelmäßig Wohnflächenberechnungsnormen, die im einzelnen vorschreiben, was zur “Wohnfläche” zählt und was nicht (Dachschrägen; Spitzböden!). Diese Rechtsprechung wurde bei den Amtsgerichten übrigens mit Begeisterung aufgenommen, führte sie doch zu einer weiteren nicht unerheblichen Belastung der amtsgerichtlichen Pensen.

Vermietern kann nur dringend davon abgeraten werden, die Wohnfläche im Mietvertrag im dortigen Leerfeld einzutragen. Davon hat er nix; nur Ärger. Will er aber dennoch – aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen – irgendwelche Zahlen dort eintragen, so soll er es wenigstens “Mietraumfläche” nennen. Denn Herr Streyl hat völlig recht – Wohnfläche ist nicht Mietraumfläche. So zählt ein nur z.B. 2 Meter hoher Spitzboden nicht als Wohnraum, wohl aber ist es Mietraum.

Vielleicht also haben die Vermieter nun endlich ein Einsehen mit den überlasteten Amtsrichtern, und schreiben wenigstens in ihre Verträge “Mietraumfläche” hinein. Nur so als Idee.

Thema: Rechtliches | Beitrag kommentieren

Da soll noch einer sagen,…

Mittwoch, 19. November 2008 | Autor: Michael

… dass Prozesse sich nicht lohnen.

Eine junge Richterin (noch in der Probezeit) verteilt in der öffentlichen Sitzung (Zivilsache) Lakritz, wenn sie glaubt, eine “gute mediative Grundstimmung” zu spüren.

Na bitte. Ich würde allerdings Schokolade vorziehen. Marabou.

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Der Dachschaden. Oder: häää?

Montag, 17. November 2008 | Autor: Michael

Nachbar 1 richtet Schaden an einem am Zaun angelehnten Haustürvordach von Nachbar 2 an. Gesehen hat es niemand. Aber Nachbar 1 räumt in Gegenwart eines Zeugen ein, das Dach umgekippt zu haben, das danach kaputt war. Im Prozess beruft sich Nachbar 2 auf diesen Zeugen, denn Nachbar 1 bestreitet dieses “Geständnis”. Gericht lädt Zeugen, der in der Beweisaufnahme überzeugend das “Geständnis” von Nachbar 1 bestätigt. Alles klar, denkt man so.

Pustekuchen. Gericht gibt Nachbar 2 nix. Kein Geld. Es habe ja niemand gesehen, dass Nachbar 1 das Dach umgekippt hat. Keine Zeugen für den unmittelbaren Vorgang also.  Pech gehabt, Herr Nachbar 2.

Merke: Geständnisse von Schädigern gegenüber Dritten können also wertlos sein. Merke weiter: Gerichte laden Zeugen gerne mal für nix – dafür hätte Gericht den Zeugen also gar nicht erst kommen lassen und anhören müssen. Siehe headline.

Thema: Berufliches, Rechtliches, Unlogisches | Beitrag kommentieren

Nicht stören bitte.

Samstag, 15. November 2008 | Autor: Michael

Denn ich höre gerade

Übrigens hat Fred Tackett, der auf ihrem Debutalbum Gitarre und Mandoline spielt, Jahre später von der unglaublichen Atmosphäre erzählt, die bei den Studioaufnahmen herrschte. Alle wussten, dass dieses Album die Musikwelt auf den Kopf stellen würde.

[youtube]http://de.youtube.com/watch?v=lg1Ibt4xP7g[/youtube]

Thema: Allgemein | Beitrag kommentieren

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