Auch eine Idee der Wahrheitsfindung.
Freitag, 23. Januar 2009 | Autor: Michael
Ein betrübliches Kapitel unserer Justizerei ist, dass nur äußerst selten offenkundig die Unwahrheit sagende Zeugen strafrechtlich verfolgt werden; übrigens auch eine Folge der Überlastung unserer Justiz.
Bei meinem letzten Romaufenhalt kam mir da spontan die Idee, vielleicht wenigstens die offenkundig lügenden Zeugen zwangsweise hierher zu verfrachten:

Die Warteschlange vor dem Mund der Wahrheit ist allerdings schon fast die größere Folter. Vor allem im Hinblick auf die dauerknipsenden asiatischen Touristen.


Oh, ist das nicht der Mund, in dem Audrey Hepburn ihre Hand streckt – ganz zögerlich?
Oder bringe ich da jetzt ganz böse was durcheinander?
Richtig, das war ein Film Anfang der 50er Jahre glaub ich, sie bekam einen Oscar. Komisch, wenn ich meine Hand da reinstecke…
Jaaaa????
))
Genau, “Ein Herz und eine Krone” – das war der Film.
Wäre jedenfalls mal ein schöner Antrag. Natürlich müßte der Anwalt dabei sein um alles zu überwachen. Rom kenne ich eh noch nicht
… wäre ich nicht so sicher, ob sie wieder rauskommt. Bei den Ks war es der Fall. Uffz.
Also, lieber Kollege Brandau, Rom is a must. Stimmt. Man sollte den Antrag einmal vernünftig vorformulieren. Das Gericht müsste ja auch dabei sein. Sicherlich billiger als diese albernen Lügendetektoren, die hier ja nicht einmal eingesetzt werden dürfen, pah.:-))
@Michael:
Im alten Rom war es genau das: Ein Lügendetektor. Im Mund sass nämlich ein Skorpion und biss bzw. stach, wenn die Hand zu sehr zitterte. Diese Art der Wahrheitsfindung hat mit auch heute noch umstrittenen Methoden (z.B. Hundeschnüffeln oder der vermeintlich geringen Wahrscheinlichkeit von False-Positives beim Massengentest) eine Menge gemein.
Ja, so war das. Zum Glück ist der Skorpion weg.
heißt “bocca de la verita”, wenn ich mich recht erinnere.
Fast. Bocca della verita. Mein Italienisch sackt weg.:-)