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BILDlichtgewitter.

Samstag, 28. Februar 2009 | Autor: Michael

Am Donnerstag ist der Rechthaber Opfer eines hinterhältigen Anschlages geworden.

2 Fotografen, vor einem Sitzungssaal des Strafjustizgebäudes. Die vorige Sache läuft noch. Jeder, aber auch jeder, der auch nur den Flur entlang geht – selbst ein Akten schiebender Wachtmeister – wird geblitzdingst (sorry, von Men in black geklaut). Aber wie.

Und es passiert was passieren muss: als ich dann den Saal betreten muss (da Aufruf der Sache), werde ich heftigst unter Feuer genommen, auch die armen Mandanten (Nebenkläger). Ich brülle den Hauptkanonier an, er solle es gefälligst lassen, von wegen Einverständnis und so. Der guckt nur seinen Kanonenkugelkollegen an und grinst.

Wie mir der Kollege Verteidiger nach der Sitzung mitteilte, hatte er noch heftiger reagiert als ich. Von ihm erfuhr ich dann, dass die beiden grinsenden und nichtsmerkenden Schützen von der BILDzeitung waren. Die Leser hier - abgesehen von Elsbe, die ja die Bild liest – wird dies ja keiner wissen. Aber sollte jemand hier tatsächlich die BILD lesen und mein wütendes Haupt dort gefunden haben, zahle ich Prämie, nach erfolgreichem Prozessausgang. Sowasaberauch.

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Thema: Berufliches

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8 Kommentare

  1. 1
    Tina 

    Was war denn da los? Musstest du jemand Blutrünstiges verteidigen? Ne Showgröße? Und was ist eigentlich KUG?

    Mein Mitleid in Sachen Bildpräsenz hält sich in Grenzen. Da spielt ja auch noch berechtigtes öffentliches Interesse mit und so, oder?

  2. 2
    Aquii 

    Denen ist jedes Mittel recht um die Auflagen zu erhoehen, auch dein Konterfei ;)

  3. 3
    MaxR 

    Gibts doch ein altbewährtes Mittel gegen. Einfach ein DIN A 4 Blatt hochhalten. Kein leeres, sondern eins mit was drauf, kann man sich ja was ausdenken. Was Juristisches (“wer Fotos nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte sich vershafft und in Verkehr bringt ….”), was Politisches (einen Politikerkopf nach Wahl) oder einfach was Doofes (“Wer das liest, ist doof”). Irgendwas, was so grotesk wird, daß das Bild nicht in die Zeitung kommt (“Hauskätzchen verwöhnen Dich, 0190-xxxx”). Oder halt was gegen die TSG Hoppenheim, so als Fan eines echten Fußballvereins, das zieht bei Zeitungen immer, könnte ja sonst Dietmar Hopp einen Angriff auf sein Modell vermuten.

  4. 4
    elsbesen 

    Pah.
    erstens kann ich nix dafür dass ich Bild lese (liegt halt in der Firma immer rum) und zweitens war das b
    estimmt für den lokalteil. Und hier gibts im lokalteil nur Hetzkampagnen gegen Herrn Hecking.

  5. Das Fotografieren gegen den ausdrücklichen Willen ist ein gegenwärtiger rechtswidriger Angriff. Die Frage, mit welcher Art Kantholz man den Paparazzis die Kamera aus den Händen schlägt, ist dann nur noch eine Frage der Angemessenheit.

  6. 6
    Michael 

    Kunsturhebergesetz, wie ich unlängst lernte, da steht´s dann auch so drin, jaja. Aber da war kein berechtigtes Interesse, weil die Deppen Fotografen uns für Verfahrensteilnehmer des vorangegangenen Termins hielten. Aaargh.

    Und dieses BILDdings gehört wirklich als Klopapierersatz. Jetzt sowieso.

    Au ja. Ich hätte das Blitzlicht vielleicht einfach entwenden sollen, mildestes Mittel und so. Kann noch gut eins gebrauchen.

  7. Das mit dem Blatt Papier ist zwar eine super Idee, aber wer nicht mit lauernden Fotografen rechnet, hat wohl selten eines dabei.

    (Notiz an mich: immer eine Maske griffbereit haben)

  8. 8
    Tina 

    Ich finde die Hauskätzchen super und ahnte gar nicht, dass es Bildlokalteile gibt. Wieder was gelernt.

    Und welcher Termin ging da voran? Metzelmörder, Politskandal, Promiüberfall?

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