Falckenstein, Weihnachten.
Montag, 29. Dezember 2008 | Autor: Michael

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Montag, 29. Dezember 2008 | Autor: Michael

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Montag, 22. Dezember 2008 | Autor: Michael
K2 und kv begaben sich vor einigen Wochen zu einem örtlichen Sportartikelladen, um eine Tischtennisplatte zu kaufen. Sie entschieden sich, nach ordentlicher Beratung, für eine Outdoorplatte der Marke Sponeta. Lieferung prompt. Auf Frage des kv, wie lange denn der Aufbau der Platte so dauern möge, der Verkäufer, strahlend: “35 Minuten. Höchstens. Hab ich alleine aufgebaut. War kein Problem.”
Dann kam sie. Erste Lieferung. In den Keller geschleppt, die lächerlichen 50 kg. Ausgepackt. Leider zwei mittelprächtige Dellen. Also wieder zurück das Ganze. Oder auch nicht, denn die Speditionsfirma der Verkäuferin holt das Ding nicht mehr aus dem Keller hoch. Wo es auch heute noch liegt. Egal.
Aber dann. Zweiter Anlauf. Und sie ist heil. Montageanleitung. Plus so 12 Plastiktüten mit Schrauben und sonstwas drin. Geschätzte Zahl der Einzelteile ca. 150.
10. Minute. Alles ausgepackt.
20. Minute. Noch immer auf die Aufbauanleitung gestarrt. Egal. Anfangen.
25. Minute. Seitenplastikteil links mit Schrauben versehen.
35. Minute. Suche Schrauben für Plastikteilrechts. Überall. Also in allen Tüten. Nixda. 4 Schrauben mit Länge von soundsoviel mm und Durchmesser von soundsoviel fehlen. Ich rufe an. Bei Sponeta. Kein Problem. Sie schicken sofort eine Tüte mit den Schrauben raus.
4 Tage später. 40. Minute. Tüte mit Schrauben da. Weiter gefummelt. K2 hilft zu Beginn mit. Gestänge angeschraubt. Räder eingesetzt. K2 verlässt entnervt das Chaos. Mittlerweile sind 125 min. um.
130. Minute. Ich drehe alleine Schrauben herum. In ein Plastikteil. K2 kommt hinzu. Schreit: “Das war h2!” Könnte man denken. Ist aber nicht so. Plastikhalterung weist Bissspuren auf. Stellt sich aber bei genauerer Betrachtung als geschmolzenes Plastik heraus. Da hat wohl jemand länger als 35 Minuten im Werk geschmolzen. Pfeifdrauf. Mit Gewalt geht das. In der
155. Minute dann verweist die Montageanleitung auf die Notwendigkeit von zwei Mann – zum Halten der 20 kg schweren Platte, beim Einsetzen in die Verankerung. Sagte der Verkäufer nicht etwas davon, er habe die Platte allein aufgebaut?
185. Minute. Auch 2. Platte mit Hilfe von K2 und km eingehängt. Anleitung sagt nun, dass einer die Platte hochhalten muss während die Blechstreben reingeschraubt werden. Anleitung sein falsch. Bei hochgeklappter Platte passt da gar nix. Also klettert kv unter die wacklige 20 kg leichte Platte und schraubt weiter. Um in der
225. Minute festzustellen, dass die Platte tatsächlich fast fertig ist. Allerdings fehlt ein Plastikteil. War in keiner Tüte. So reibt nun Schraube gegen Metall.
240. Minute. Kv recherchiert im Internet und stellt fest, dass viele dort von einem “kinderleichten Aufbau” sprechen. Frust breitet sich aus. Ein doingyourselfmann im Internet beschwert sich: er habe 2 Stunden gebraucht. Schwache Leistung, findet kv auch. 35 MInuten war doch die Vorgabe. Und dann: irgendein Idiot dort schreibt doch, er habe tatsächlich über 4 Stunden gebraucht. Lächerlich geradezu. Das kann man auch schneller schaffen, oh ja. Und kv beschließt, im entsprechenden Tischtennisplattenaufbauforum auch seine Meinung zur Aufbaudauer kundzutun. Und dabei jeden, der länger als 35 Minuten braucht und nicht allein mit dem Koloss fertig wird, öffentlich zu belächeln.

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Sonntag, 14. Dezember 2008 | Autor: Michael
Ein wenig Satire kurz vor dem Fest gefällig?
Jill Sobule.
[youtube]http://de.youtube.com/watch?v=exIR8zc4BNA[/youtube]
Mom got drunk and Dad got drunk at our Christmas party
We were drinking champagne punch and homemade eggnog
Little sister brought her new boyfriend
He was a Mexican
We didn’t know what to think of him until he sang
Feliz Navidad, Feliz Navidad
Brother Ken brought his kids with him
The three from his first wife Lynn
And the two identical twins from his second wife Mary Neil
Of course he brought his new wife Kay
Who talks all about AA
Chain smoking while the stereo plays Noel, Noel
The First Noel
Cook the Turkey
Turn the ball game on
Mix margaritas when the eggnog’s gone
Send somebody to the Quickpak Store
We need some ice and an extension cord
A can of bean dip and some Diet Rites
A box of tampons and some Marlboro Lights
Halleluja everybody say Cheese
Merry Christmas from the family
Fred and Rita drove from Harlingen
I can’t remember how I’m kin to them
But when they tried to plug their motor home in
They blew our Christmas lights
Cousin David knew just what went wrong
So we all waited out on our front lawn
He threw a breaker and the lights came on
And we sang Silent Night, Silent Night, Oh Silent Night
Cook the turkey turn the ball game on
Make Bloody Mary’s
Cause We All Want One!
Send somebody to the Stop ‘N Go
We need some celery and a can of fake snow
A bag of lemons and some Diet Sprites
A box of tampons and some Salem Lights
Halleluja, everybody say cheese
Merry Christmas from the Family
Feliz Navidad
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Mittwoch, 3. Dezember 2008 | Autor: Michael
Am 1. Januar 2009 tritt das sogenannte Forderungssicherungsgesetz in Kraft. Eigentlich ging es hier mal nur um das private Baurecht, und das Gesetz bezieht sich auch überwiegend darauf bzw. ändert es ab. Etwas versteckt jedoch, in einer Änderung der Zivilprozessordnung, findet sich etwas völlig Neues:
die vorläufige Zahlungsanordnung.
Da heißt es dann:
Das Gericht erlässt auf Antrag des Klägers wegen einer Geldforderung eine vorläufige Zahlungsanordnung, soweit
1. die Klage nach dem bisherigen Sach- und Streitstand hohe Aussicht auf Erfolg hat und
2. die Anordnung nach Abwägung der beiderseitigen Interessen zur Abwendung besonderer Nachteile für den Kläger gerechtfertigt ist, die sich aus der voraussichtlichen Verfahrensdauer ergeben…
In der Gesetzesbegründung heißt es dann, dass das Gericht eine prognostische Entscheidung zum “Zeitmoment” treffen muss, also die voraussichtlich verbleibende Verfahrensdauer abschätzen soll. Wow. Das kann interessant werden. Vor meinem geistigen Auge erscheint gerade eine Begründung wie “Die Kammer musste eine vorläufige Zahlungsanordnung auch deshalb treffen, weil mit einer Entscheidung in der Sache vor 2012 nicht zu rechnen war.” Sowas schreibt sich ein Richter sicher gerne in die Entscheidung hinein, mag er an der Verzögerung (mit-)schuldig sein oder auch nicht. Spannend ist auch: woher soll der Kläger bzw. sein Prozessbevollmächtigter bei Antragstellung so genau wissen, wie lange das Gericht noch für die Akte und die Entscheidung braucht?
Ohnehin erscheint dann Eile geboten: Artikel 4 des Gesetzes fügt einen § 29 an, wonach die Regelung der vorläufigen Zahlungsanordnung mit Ablauf des 31. Dezember 2009 nicht mehr anzuwenden ist. Mit anderen Worten: sollte der Gesetzgeber die Geltungsdauer des Gesetzes nicht flugs verlängern, so isses mit dem schnellen Glück auch bald wieder vorbei.
Also eine vorläufige vorläufige Zahlungsanordnung, sozusagen. Aha.

P.S.: auf speziellen Wunsch hin eine summary, die banale Version sozusagen
 :
Neujahr: es gibt ein neues Gesetz. Jetzt kannst du schnell klagen und schnell Geld kriegen. Aber du musst dich beeilen! Denn am 31.12.2009 ist alles schon wieder vorbei. Und ich sage: zum ersten Mal räumt der Gesetzgeber ein, dass die Gerichte oft zu langsam sind. Denn sonst hätten wir dieses Gesetz gar nicht nötig.
PPS: (seufz, noch ein spezieller Wunsch) Schnell klagen und viel Kohle!
PPPPPS: Offenbar (siehe comment) hat der Gesetzgeber dann doch entschieden, diesen Unsinn nicht umzusetzen. (19.1.2009)
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Samstag, 15. November 2008 | Autor: Michael
Denn ich höre gerade

Übrigens hat Fred Tackett, der auf ihrem Debutalbum Gitarre und Mandoline spielt, Jahre später von der unglaublichen Atmosphäre erzählt, die bei den Studioaufnahmen herrschte. Alle wussten, dass dieses Album die Musikwelt auf den Kopf stellen würde.
[youtube]http://de.youtube.com/watch?v=lg1Ibt4xP7g[/youtube]
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Freitag, 7. November 2008 | Autor: Michael
Das www kennt sogar eine Seite, die sich ausschließlich mit Nachbarschaftsstreitigkeiten befasst. Man sehe und staune und finde sie hier.
Enthalten ist auch ein Forum, wo die lieben Lehrer Nachbarn dann auch ihre gravierenden Probleme loswerden können. Und dort findet man interessante Anleitungen zum Rechtsbruch, so etwa vom Herrn Moderator selbst:
Hier fragt “Blümchen 2000″:
“Hallo ich habe mal eine Frage.Nachbar A hat einen Sichtschutzzaun aufgestellt.Nachbar B hat auf seiner Seite Bambus,Kirschlorbeer,Flieder und ähnliches gepflanzt.Die Pflanzen von Nachbar B stehen so dicht am Zaun und wachsen beim Nachbarn A über den 1,80 hohen Sichtschutzzaun.Sie hängen darüber sodaß die Planzen von Nachbar A im Sommer bei Regen kein Wasser abbekommen.Darf Nachbar A die überhängenden Zweige entfernen wenn Nachbar B es trotz Bitte nicht tut.Hoffe das jemand sich damit aus kennt.Vielen Dank im vorraus.”
Und der Herr “admin Klaus” antwortet:
“Am besten heimlich machen, denn er muss den Täter kennen und dagegen was zu machen. Und die Äste selber entsorgen.Mach ich jedes Jahr Klaus”
Lieber Herr Klaus!
Das ist ein wirklich pfiffiger Tip von Ihnen. Zumal – niemand würde darauf kommen, dass A etwas damit zu tun haben könnte. Denn alle anderen Ortsbewohner haben ja sicherlich auch ein Interesse daran, dass die Äste abgeschnitten werden – warum also soll es gerade A gewesen sein?
Ich habe allerdings nur noch nicht so ganz verstanden, warum es überhaupt heimlich geschehen soll. Möglicherweise (sehen Sie lieber nicht in § 910 BGB) darf A es sogar, gerade dann, wenn eine Bitte fruchtlos verlaufen ist. Aber dann wäre das ja auch noch legal. Und das wäre vielleicht dann weniger spannend. Oder was meinen Sie?
Mit besten Grüßen
Der Rechthaber.
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Montag, 27. Oktober 2008 | Autor: Michael
Singt er. Und versucht verzweifelt, “some words in defense of our country” zu finden… und natürlich macht er damit G.W. noch schlimmer als er sowieso schon ist. Zwischendurch dann herzzerreissende Balladen.
Randy Newman kommt nach Deutschland. Am 12.11. in Hamburg.

Michael Jackson wollte übrigens “Every time it rains” nicht covern. Zum Glück. Andere cover, wie das was Herr Cocker tat (You can leave your hat on) sind ja noch halbwegs erträglich.
Eine setlist aus einem recht frischen Konzert lässt viel erwarten:
It’s the Money That I Love/My Life Is Good/Marie/Short People/Birmingham/Bad News From Home/The World Isn’t Fair/Korean Parents/I Miss You/Simon Smith and the Amazing Dancing Bear/A Few Words in Defense of Our Country/Laugh and Be Happy/Losing You/You Can Leave Your Hat On/I’m Dead (But I Don’t Know It)/Political Science/<intermission>/Mr. President (Have Pity on the Working Man)/The Great Nations of Europe/Potholes/In Germany Before the War/Baltimore/Only A Girl/Love Story (You and Me)/Real Emotional Girl/You’ve Got a Friend in Me/Harps and Angels/Dixie Flyer/Louisiana 1927/Guilty/I Love L.A./God’s Song (That’s Why I Love Mankind)/A Piece of the Pie/I Think It’s Going to Rain Today/<encores>/It’s Lonely at the Top/Feels Like Home.
Vielleicht seine letzten Konzerte in Deutschland – er war lange Zeit schwer krank, und mit bald 65 ist er nicht mehr der Jüngste.
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Mittwoch, 24. September 2008 | Autor: Michael
Vielleicht mit Vorsicht zu genießen ist momentan dieses Getränk:

die Milch von Weihenstephan, ob mit oder ohne Laktose.
Letzten Sonntag. Packung geöffnet. Die Milch aus den vorigen Packungen schmeckte auch schon komisch. Aber dann. Ein scharfer Chemikaliengestank stieg in die Nase. Verkaufsoffener Sonntag. Ich dann zu REWE. Die Nase des Verkaufsleiters zuckt ebenfalls schnell zurück. Ins Labor. Sofort sagt er. Alle verbleibenden Packungen.
Montag. Eine bayrische Stimme am Telefon. Eine Frau Schumann aus Freising von der Fa. Weihenstephan. Sie habe eine Reklamation vorliegen. Ja, sage ich. Ihre Milch. Die ist in Ordnung, sagt sie. Die mikrobiologischen Ergebnisse seien perfekt. Ob ich denn wisse, was mikrobiologische Ergebnisse sind. Luft geholt. Gegenfrage. Ob sie denn unsere Milch schon auf dem Tisch habe. Nein sagt sie. Ach so. Worum es denn gehe. Um unsere zumHimmelstinkende Milch sage ich. Und die Laborergebnisse. Aha. Sie wisse von nichts, habe nur die Reklamation. Und würde sich wieder melden. Und ob sie mir weitergeholfen hätte. Nicht wirklich, sage ich.
Ich berichte weiter. Nach dem Laborbefund.
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Freitag, 19. September 2008 | Autor: Michael
Gerichtet an eine Band, die es wagt, das europäische Festland bei ihrer Tour offenkundig auszulassen.
Könnte wirklich ein langer Dezember werden.
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Mittwoch, 10. September 2008 | Autor: Michael
Endlich kommt mal Schwung in die langweiligen Anklagen der Staatsanwaltschaft. Beschimpfen wir doch einfach die miesen Angeklagten. Nicht mehr zurückhalten konnte sich die Staatsanwaltschaft Augsburg. Oder zumindest das Spracherkennungsprogramm des Anklägers.
“Reinhard Nemetz, der Chef der Augsburger Staatsanwaltschaft, ist erkennbar betroffen. Weil einer seiner Staatsanwälte in der Ur-Version einer Anklageschrift formulierte, âdem angeschuldigten Arschloch ist ein Pflichtverteidiger zu bestellenâ, muss er sich bei dem 44-jährigen Angeklagten entschuldigen, ebenso der betreffende Staatsanwalt.
Nemetz spricht von einem âinakzeptablen und bedauerlichen Fehlverhaltenâ und er sagt, der betreffende Staatanwalt sei von dem Verfahren abgezogen worden. Er, Nemetz, habe die Aufgabe an den Abteilungsleiter und seinen Stellvertreter übertragen.
In der offiziellen Anklageschrift ist die peinliche Formulierung nicht zu lesen, wohl aber in einer Version, die dem 44-jährigen Angeklagten zugestellt wurde. Das kam so: Der Anklagevertreter hatte in einer ersten Version die Anklage mittels eines Spracherkennungsprogrammes diktiert. Als er merkte, dass seine unpassende Formulierung in Schriftform umgesetzt war, korrigierte er diese. Doch beim Versand ist die versehentlich gespeicherte “Ur-Version” zugestellt worden.” Weiter geht es hier.
Dies eröffnet Spielräume, in jeder Hinsicht. Statt der öden Anklagen wie etwa
“Der Hans Meyer, geb. am…. in…
wird angeklagt, in München am 25.5.2008
fremde bewegliche Sachen weggenommen zu haben, indem er in der Lidlfiliale drei Dosen RIndfleisch an sich nahm und, ohne sie zu bezahlen, das Ladengeschäft verließ”
sollte es besser zukünftig heissen
“Die miese Ratte Meyer
hat am 25.5.2008 bei Lidl drei Dosen Rindfleisch geklaut und soll dafür in Bau die Sau.”
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