Rudi Völler, Bauernopfer und Anwaltsfraß
Montag, 6. Februar 2012 | Autor: Michael
Rudi Völler mag uns Anwälte nicht. Oder präziser: er mag jedenfalls nicht alle Anwälte. Noch präziser: er mag den Kollegen, der Herrn Ballack berät, nicht.
Deutlicher, ob nun bei Kaffee oder Tee, konnte er es nicht ausdrücken.
Allerdings:
Sonderlich juristisch war die Bemerkung des Beraters von Herrn Ballack, der zugleich Anwalt ist, in diesem Zusammenhang allerdings nicht. Kollege Becker hatte bemerkt, dass Ballack nur “Bauernopfer” sei und es eigentlich darum ging, Herrn Dutt zu entlassen oder auch nicht.
Bislang war ich sicher, dass der Begriff des “Bauernopfers” primär aus der Schachwelt kommt – dort opfert eine Seite einen Bauern, um etwa eine Gegenleistung (Entwicklungsvorsprung, bessere Angriffsmöglichkeiten pp) zu erhalten. Passt also nicht so wirklich. Und vor allem: auch jeder Nichtjurist hätte eine ähnliche Bemerkung machen können, mit Juristerei hat die Kritik von Herrn Becker nichts zu tun.
Ich erahne, dass Rudi Völler Anwälte nicht mag. Nur dies erklärt, warum – inkonnex – der Hinweis auf den Berufsstand des Herrn Becker fiel. Dafür wiederum – also für das Nichtmögen – habe ich, sehe ich mich im Kollegenkreise so um, manchmal ein gewisses Verständnis.
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