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Archiv für die Kategorie » Tierisches «

Alles nur Stammtischblabla.

Dienstag, 11. November 2008 | Autor: Michael

Herr Poggendorf ist gestern verurteilt worden. Der ehemalige Chef des Hamburger Tierschutzvereins hatte ca. 300.000 Euro veruntreut. Das Landgericht Hamburg verurteilte ihn zu einer Bewährungsstrafe von 2 Jahren und einer Geldauflage von 20.000 Euro, nachdem er den Schaden, wie er von der Staatsanwaltschaft beziffert worden war, wiedergutgemacht hatte.

Natürlich gibt es wieder irgendwelche Stimmen, die sagen: hej, das ist viel zu wenig. Der kleine Mann muss sitzen, und die Großen lässt man laufen. Das typische Stammtischgerede halt, wie man es etwa in der Commentspalte zum Artikel im Abendblatt findet. Diese Kommentatoren/Leser dort meinen doch tatsächlich, eine auf Bewährung ausgesetzte Freiheitsstrafe von 2 Jahren wäre zu wenig.

Die haben doch keine Ahnung von der Justiz. Die Frau Vorsitzende hat das Urteil mündlich überzeugend begründet, wie Welt online zu berichten weiß:

Richterin Birgit Woitas hatte in ihrer Urteilsbegründung wortreich erklärt, warum es gar keine andere Möglichkeit gegeben habe, als die Strafe zur Bewährung auszusetzen. Die Sozialprognose für Poggendorf sei günstig, es bestehe keine Wiederholungsgefahr. Außerdem müsse man besondere Umstände berücksichtigen, nämlich das “umfangreiche Geständnis”, das Poggendorf am vergangenen Montag abgelegt hatte, das hohe Alter des 71-Jährigen und die Wiedergutmachung, die er geleistet habe.

Eben. Sie hatte keine andere Möglichkeit, als die Strafe zur Bewährung auszusetzen. Nicht etwa, dass man bei Herrn Poggendorf darüber hätte nachdenken können, ob nicht eine Freiheitsstrafe von zweieinhalb oder mehr Jahren in Betracht gekommen wäre im Hinblick auf den Tatvorwurf. Denn dann, ab zwei Jahren, soll es, gerüchtehalber, eine Bewährungsstrafe ja nun gar nicht mehr geben.  Und, nebenbei, er wurde wegen acht Taten verurteilt. Wenigstens einige davon könnten sich ja als besonders schwerer Fall der Untreue darstellen. Oder gab es etwa einen Deal mit Verteidigung und Staatsanwaltschaft? Und warum geht der “einfache” Steuerhinterzieher regelmäßig ab einer Hinterziehungssumme von 250.000 Euro “ab”, und hier nicht, obwohl hier nicht der Staat sondern ja nur ein Verein und auch viele kleine Spender um Geld erleichtert wurden? Egal. Sie hatte ja keine andere Wahl, sagt sie.  Na dann.

Thema: Rechtliches, Tierisches, Unlogisches | Beitrag kommentieren

Taubenabwehrnetz.

Montag, 10. November 2008 | Autor: Michael

Es liegt mir fern, die wertvolle Aufgabe des Herrn Vergrämers übernehmen zu wollen. Dennoch will ich dem geneigten Leser nicht vorenthalten, dass diese wertvolle Gestalt der Bloggeschichte offenbar bereits Rechtsgeschichte geschrieben hat.

So stieß ich unverhofft auf eine Entscheidung des Amtsgerichts Berlin-Schöneberg vom 3.9.2007, die sowohl den gesunden Menschenverstand als auch das geschädigte Juristenhirn nicht überraschen dürfte:

Aufgrund eines seit Jahren bestehenden Taubenproblems montierte die Vermieterin auf Drängen des Mieters Spikes auf den Fenstersimsen des Mieters. Da sich hierdurch das Taubenproblem auf die Wohnungen anderer Mieter verlagerte, spannte die Vermieterin sowohl über dem Hof auf Dachhöhe und entlang der offenen, unbebauten Hofrückseite ein schwarzes Netz. In der Folge drangen keine Tauben mehr ein, da sämtliche Öffnungen zum Hof durch das Netz versperrt wurden. Der Mieter fühlte sich durch das Netz gestört, minderte die Miete und verlangte Beseitigung des Netzes.

Aus den Gründen des Urteils:

“Indes gehen von diesem Netz keine objektiven Beeinträchtigungen aus. Denn durch das Netz werden weder die Licht- noch die Sicht- noch die Luftverhältnisse in negativer Weise beeinflusst. Auch die Nutzbarkeit der Wohnräume des Klägers wird durch die Montage des Netzes nicht beeinflußt. Im Gegensatz zu den von dem Kläger vorgeschlagenen Spikes bietet die Montage eines Taubenabwehrnetzes die Möglichkeit die Fenster- bzw. Fenstersimse wieder zu nutzen (Lüften von Kleidung, Bettwäsche, ohne die Gefahr der Beschädigung) und bietet darüber hinaus den Vorteil, dass einem Taubenproblem großfläächig und zuverlässig entgegen getreten werden kann. Insoweit ist zu berücksichtigen, dass die Beklagte als Vermieter auch gegenüber anderen Mietern verpflichtet ist, Maߟnahmen zur Taubenabwehr zu ergreifen, da ein übermäßiger Taubenanflug -€“ der offensichtlich unstreitig vorliegt -€“ einen Mangel im Sinne des § 536 BGB darstellt. Bei der Wahl der Taubenvergrämungsmaߟnahmen ist dem Vermieter dabei ein breiter Ermessenspielraum einzuräumen, der letztlich davon geprägt sein muß, dass der Vermieter zuverlässige und den Mangel endgültig beseitigende Maßnahmen ergreift. Dabei können und dürfen auch finanzielle Erwägungen eine Rolle spielen. Hinsichtlich der Farbe des Taubenabwehrnetzes (schwarz, grün, weiß, transparent) steht dem Vermieter dabei gleichfalls ein Ermessenspielraum zu. Entscheidend ist, dass der Vermieter nicht zuletzt aus Tierschutzgründen darauf achtet, ein Netz mit einer bestimmten Maschenbreite und -Stärke fachmännisch montieren zu lassen.” (aus Grundeigentum 2007, 1325-1327)

Wohlan, Herr Fitz, das Netz ist das Ihre.

Übrigens: wer lebensnah Tips vom Vergrämer erhalten möchte: am 15.11. ist er hier, bei FrauvonWelt, anzutreffen. Falls er nicht stottert, liest er auch.

Thema: Nachbarliches, Rechtliches, Tierisches | Beitrag kommentieren

Randvermerk. Oder auch nicht.

Dienstag, 28. Oktober 2008 | Autor: Michael

Tiere, vor allem Hunde und Katzen, werden im mediterranen Raum oft grausam behandelt.

Glücklicherweise unterstützen viele ehrenamtliche Helfer, oft übrigens auch unter deutscher Beteiligung, Tierheime/-asyle/-unterkünfte dort, um viele ganz reizende Hunde oder Katzen letztlich vor dem Tod durch Verbrennen oder Vergasen zu bewahren.

Auf die Einrichtung für Katzen mitten in Rom hatte ich bereits an anderer Stelle hingewiesen.

Eine andere Einrichtung auf Sardinien, in Olbia, ist ebenfalls dringend auf Spenden angewiesen. Sollte sich gar jemand finden, der verantwortungsvoll ein Tier dort erlösen würde, so wäre das sicherlich auch eine gute Idee. Wir haben in Rom unfassbar süße Katzen dort vorgefunden; und in Olbia sind, wie sich hier beweisen lässt, viele reizende Hunde, die ein Zuhause suchen. Einige Hunde, hier zu sehen, wurden schon in deutschen Pflegestellen aufgenommen und warten auf Vermittlung.

Thema: Tierisches, Unmenschliches | Beitrag kommentieren

Verbrecher in Hodenhagen

Dienstag, 21. Oktober 2008 | Autor: Michael

Die Affen im Safaripark sind auch nicht mehr das was sie mal waren.

Zahlreiche Autos trugen Schäden davon. Sogar HSVfans erwischte es: besonders beliebt waren die Kfz-Kennzeichen.

Hier montiert der gesondert verfolgte Herr A. die Scheibenspritzwasserheckdüse ab. Beweisfoto:

Andere Affen zeigten sich dankbar und hinterlieߟen Geschenke – siehe etwa die angebissene Möhre, leicht orange leuchtend, auf dem Dach dieses Fahrzeugs:

Andere rotzen einen an und hoffen, die schicke neue Frisur würde Betroffene von Anzeigen abhalten.

Und noch andere Affen versuchten es mit einem langen Hals, um Gewahrsam zu brechen:

Noch ein Fall, auf frischer Tat ertappt:

Die Zeiten, wo Könige noch für Ruhe und Ordnung sorgten, sind auch vorbei.

Und schließlich… Versuche, sich zu verstecken, scheiterten dann doch:

Thema: Tierisches | Beitrag kommentieren

Schweriner Zoo, Altes und Neues.

Mittwoch, 15. Oktober 2008 | Autor: Michael

Klein aber fein ist es dort.

Sie predigen noch immer friedliche Koexistenz.

Die alten Herren haben sich längst zurückgezogen und sind im Ruhestand.

Teile der Bevölkerung wirken noch immer etwas verängstigt.

Nicht alle wollen die Grenze wiederhaben.

Viele sind noch immer misstrauisch.

Und wagen sich kaum weiter in die Öffentlichkeit.

Und andere haben gute Kontakte zu Ländern wie Chile.

Nur zu empfehlen, all das dort.

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Rom.

Montag, 15. September 2008 | Autor: Michael

Der von mir hochverehrte (das soll was heißen…) Herbert Rosendorfer hat ein weiteres Büchlein üer Rom auf den Markt gebracht, allerdings in neuer, verbesserter Auflage:

Ich habe es in nur einer Stunde verschlungen und in Erinnerungen an den letzten Romurlaub (April) geschwelgt. Kann man Heimweh eigentlich auch nach einer Stadt bekommen, in der man nie gelebt hat, in der man sich aber mehr zu Hause fühlt als in seiner Geburtsstadt?

Allein die Brunnen.

Und die Katzen. Rosendorfer verweist übrigens dankenswerterweise ebenfalls auf die einmalige Einrichtung am Largo Argentina, das Katzenasyl in der Stadt schlechthin, und auf die wunderbaren ehrenamtlichen Helfer dort. Bei meinem 2. Romaufenthalt, 1995, war die betreute Einrichtung gerade gegründet worden und sie wächst und gedeiht. Mehr bei http://katzeninrom.gmxhome.de/

(ziemlich exakt hier wurde übrigens Cäsar gekillt).

Übrigens: allen Vorurteilen zum Trotz ist Rom sooo teuer nicht. Bei expedia.de fanden wir eine hervorragende Unterkunft in Trastevere, nur 5 Straßenbahnminuten vom Zentrum entfernt, und die öffentlichen Verkehrsmittel sind sehr günstig. Und ich kann mich nicht erinnern, mit 4 Personen schon einmal unter 60 Euro so hervorragend gespeist zu haben: 4 Gänge inkl. aller (hicks) Getränke satt. Trastevere, einmal mehr (dort nur nicht als AS sondern als Laziofans outen…).

Achja… und das beste Eis der Welt gibt es nur bei Giolitti:

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Es ist schwer, Abschied zu nehmen, schreibt Rosendorfer. Recht hat er.

Thema: Tierisches, Urlaubliches | 9 Kommentare

Das Pferd frisst keinen Gurkensalat.

Montag, 1. September 2008 | Autor: Michael

Das ist die ܜberschrift eines Aufsatzes von Prof. Hoeren in der neuen NJW.  Mit dem Nachsatz  “- ܜberlegungen zur Internet Governance”.

Das muss ich erst einmal in Ruhe lesen. Die Spannung steigt. Verhungert das Pferd nun?

Thema: Rechtliches, Tierisches | Beitrag kommentieren

Happy Birthday Benny!

Mittwoch, 20. August 2008 | Autor: Michael

Wie feiert man einen Hundegeburtstag?

Sackhüpfen? Blinde Kuh? Hm.

Thema: Tierisches | Beitrag kommentieren

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