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Das missverstandene Kompliment

Montag, 6. Februar 2012 | Autor: Michael

Also bitte nicht, denn:

Shakespeare, ich las es sicherheitshalber nach, verstand es als Kompliment an alle Richter und Anwälte, die in Henry VI Gesetz und Ordnung repräsentierten – Gesetz und Ordnung, die Jack Cade, der Rebell, beseitigen wollte, um König zu werden.

Ich häng es trotzdem mal im Büro auf, mal sehen, wie es auf gewisse Mandanten wirkt…

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Etwa der Kram?

Freitag, 29. Juli 2011 | Autor: Michael

Meine Mitarbeiterin rief gestern bei der Geschäftsstelle einer Baukammer des Landgerichts Hamburg an, um sich nach einer Fristverlängerung in einer Sache (nennen wir die Mandanten in der Sache aus Vereinfachungsgründen “Müller”)  zu erkundigen. Da sich die Akte beim zuständigen Richter befand, wurde sie durchgestellt. Als sie ihn fragte, ob er – da heute die Frist abläuft – die Frist verlängert habe, meinte er zu ihr,  offenbar eine andere Akte von mir im Kopf:

“Geht es etwa um den Schulzekram?”

Begeisterung klingt da nicht gerade heraus.

Übrigens warte ich seit bald einem Jahr in dem Schulzekram darauf, dass die Akte auch nur irgendwie gefördert wird. Hm.

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Gemeinsamkeiten.

Montag, 9. Februar 2009 | Autor: Michael

So ein Schild wäre ganz passend, fiel mir ein, mit leicht geändertem Text. Also bezogen auf das hier, meinte ich.

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Den kennste doch.

Donnerstag, 29. Januar 2009 | Autor: Michael

Landgericht Hamburg. Bausache, einstweilige Verfügung. Zwei Anwälte auf der Gegenseite, einer davon kommt mir bekannt vor.

Stimmt. Aus meiner Referendar-AG, ca. 60 jahre her. Kaum verändert, stelle ich neidvoll fest. Ich kannte seinen Nachnamen allerdings nicht, als ich den Briefkopf las. Hm. Wohl Namen der Gattin angenommen. Egal. Nach dem stundenlangen Termin, alle sind reichlich erledigt, spät nachmittags, denke ich: der hat dich nicht erkannt. Also: spreche ich ihn doch mal an. Beim Rausgehen. Nach dem Termin.

Gesagt getan. Lächle ihn, den Kollegen Gegner, freundlich an. Er guckt mich hasserfüllt zurück an. Ich lächle noch freundlicher. Viel freundlicher geht es nicht. Er wendet sich ab und geht zum Kleiderständer. Ich berühre ihn leicht am Arm und sage zu ihm: “Ich glaube, wir kennen uns.”

Er: “Lassen Sie das!” und dreht sich noch weiter weg. Ich gebe nicht auf: ” ich wollte gar nicht stören aber…” Er: “Das ist jetzt völlig inakzeptabel.” Ich:”Aus dem Referendariat. Wir waren in einer AG, all die Jahre.” Er: “Ah ja. Kann sein.” Und dreht ab.

O.k. Das nächste Mal werd ich dann nix mehr sagen. Dazugelernt.

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