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Seen, Kirchen und gutes Essen – von Schwerin nach Güstrow

Montag, 22. Juli 2013 | Autor: Michael

Urlaub. Daher mal nix Juristisches.

Mein Achtundvierzigstundenfahrradtrip führte mich zunächst mit der Bahn nach Schwerin.  Am Schweriner See lang über Pinnow, Basthorst gab es die erste Speisestation in Weberin, Cafe Naschwerk. Ein absolutes Muss.

Ein Holländer betreibt den Laden, der leider nur von Freitags bis Sonntags geöffnet hat. Absolutes Muss. Auch die holländischen Hefepfannkuchen (Drie in de Pan) sind der Hammer. Und die Tortenauswahl …. seufz.

Dann ging es weiter über Wendorf, Schönlage (toller Badesee), Kaarz …

nach Brüel.

Auch am Roten See kann man fein baden (Strand!).  Weiter Richtung Norden, nach Tempzin. Wieder ein Ort mit gefühlt 200 Einwohnern, aber was für einer Kirche:

Über Warin dann weiter nach Laase, ein Ort mit vielleicht 100 Einwohnern und einer wunderschönen Feldsteinkirche aus dem 14. Jh.

Am Wegesrand sah es etwa so aus:

Oder so:

Und immer wieder überquert man die Warnow, die sich durch Wälder und Felder schlängelt:

Nach Rühn, einem ehemaligen Zisterzienserinnenkloster aus dem Jahre 1232, mit einem Rest eines Kreuzgangs, einem Kräutergarten und guter Küche (Hauptgerichte kaum über 10 Euro), einer Klosterschänke mit Öl- und Senfherstellung und vielem mehr.

Baden kann man im Großen Rühner See, auf dem Weg nach Bützow. Von Bützow kannte ich bislang nur die JVA, hust. Tatsächlich ein wunderhübscher Ort. Es folgen Bilder vom Rathaus, vom Schloss (gerade Renovierungsphase), vom Krummen Haus und von der Stiftskirche mit ihrem 74 m hohen Turm, den ich schon aus 8 km Entfernung erkennen konnte.

Dann weiter am Bützow-Güstrow-Kanal nach Güstrow. Der Radwanderweg soll hier einst Berlin und Kopenhagen verbinden, momentan endet er nach ca. 4 km an einer Baustelle sprich 4 m hohen Kieswand, die man unauffällig passieren muss, ohne von Bauarbeitern angemeckert zu werden.

Güstrow allein ist schon eine Reise wert. Bilder vom Dom, vom Schloss u.a.:

Weiter an der Barlachgedenkstätte am Inselsee über Mühl-Rosin gelangt man nach Badendiek (50 Einwohner?), nahe am Inselsee mit traumhaften Bademöglichkeiten. Und einer Feldsteinkirche aus dem 13.Jh.:

Von hier aus führt ein “Radwanderweg” nach Hägerfelde. Jedenfalls laut der Wander- und Radwanderkarte Amt Güstrow-Land. Bedauerlicherweise mit einem kleinen Haken, weil der Weg für Radfahrer ab Schönwolde (5 Einwohner?) nicht mehr befahrbar ist. Er ist nicht mehr vorhanden. Man schlägt sich dann durch das Unterholz, 3 km, Mücken und Brennesseln und Übliches hinzugedacht, und kommt dann nach Irrungen Stunden später vor Hägerfelde hier wieder raus:

wie man sieht, wieder ein halbwegs normaler Weg. In Hägerfelde stehen dann ein paar schöne Ruinen aus poströmischer Zeit (auch das ist MeckPomm):

Über Prüzen nach Tarnow, auch eine sehr schöne Kirche, aber die erspare ich den Lesern. Dafür begeben wir uns jetzt 3000 Jahre zurück in die Vergangenheit. Mitten irgendwo im tiefsten Wald das Stonehenge von MeckPomm, der

Boitiner Steintanz:

Grabmarkierungen. Eines der bedeutendsten Grabdenkmäler aus vorrömischer Zeit, das halbwegs erhalten blieb. Insgesamt finden sich vier Steinkreise in unmittelbarer Nähe.

Weiter durch den Wald nach Zernin (Achtung: der ausgeschilderte Radwanderweg weist geschickterweise nach links statt nach rechts). Sehr angenehm zu fahren, da es nur heftig bergab geht (von 48 m Höhe auf 7 m auf 3 km). In Zernin findet man ein erstaunliches Wunder der modernen Kirchentechnik:

Ein Kirchenschiff als Photovoltaikanlage.

Von Zernin weiter nochmals nach Rühn, dann nochmal gen Westen nach Baumgarten in das am Wochenende für jeweils 4 h offene Cafe Alte Schule Baumgarten. Der steile Anstieg (bei Gegenwind…) lohnte sich:

Auch hier eine ausgezeichnete Torten- und Kuchenauswahl. Die Eigentümer haben eine alte Dorfschule liebevoll wieder hergerichtet und vermieten auch Ferienwohnungen.  Das nächste kulanarische “Muss” auf der Tour.

Dann wieder zurück gen Osten nach Bützow, zum Bahnhof:

Dringend empfohlen für den Bereich von Schwerin bis Bützow: die Rad- und Wanderkarte “Sternberger Seenland Bützower Land” vom Klemmer Verlag, sehr detailliert und korrekt.  Übernachten kann man unterwegs auch in der Hauptsaison immer irgendwo. Viele andere Orte lohnen sich auch, etwa Sternberg oder Crivitz, aber die beradel ich dann ein anderes Mal.

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Sundown in der Lohe.

Sonntag, 11. Januar 2009 | Autor: Michael

Und man beachte den restlichen Schnee, Biggi – ca. 1 cm. :-)

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