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Das missverstandene Kompliment

Montag, 6. Februar 2012 | Autor: Michael

Also bitte nicht, denn:

Shakespeare, ich las es sicherheitshalber nach, verstand es als Kompliment an alle Richter und Anwälte, die in Henry VI Gesetz und Ordnung repräsentierten – Gesetz und Ordnung, die Jack Cade, der Rebell, beseitigen wollte, um König zu werden.

Ich häng es trotzdem mal im Büro auf, mal sehen, wie es auf gewisse Mandanten wirkt…

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Thema: Unhöfliches.

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3 Kommentare

  1. 1
    RA Splendor 

    Man sollte sich nie nur auf Sekundärliteratur verlassen, sondern das Original lesen. Wenn Dick zu Jack Cade sagt “The first thing we do, let’s kill all the lawyers.”, dann ist das im Kontext bestenfalls eine frühe Veriante des Juristenwitzes, keine Huldigung an die personalisierte Repräsentanz von Gesetz und Ordnung. Jack Cade malt, wohl im Suff, eine Utopie aus in folgerder Art: Kein Geld, keine Steuern, keine Preiserhöhungen, keine Machtausübung. Und Dick setzt einen drauf: Und keine Juristen! Wo ist da das Kompliment? Die Zuschauer müssen sich damals auf die Schenkel geklopft haben vor Lachen über unsere als rabulistisch empfundenen Amtsvorgänger.

  2. 2
    trc 

    … // und/oder als zeitgenössischer, sog. hanseatischer humor // ?!
    (aus sog. rabulistischem etalia halte ich mich als ing. besser/sowieso raus ;)

  3. 3
    ThorstenV 

    In Anbetracht dessen, dass der historische Jack Cade als Rebell wohl mit den Führern der Bauernaufstände vergleichbar ist (und ebenso zu Tode kam: indem er sich kompromißbereit zeigte, dadurch dem Gegner eine Atempause gewährte und hintergangen wurde) halte ich das auch für kein Kompliment. Es ist eben immer die Frage, wem das Rechtssystem denn dient.

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