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Das Recht des Haustiers, Fahrstuhl zu fahren.

Freitag, 24. Mai 2013 | Autor: Michael

Wohnungseigentümer haben manchmal lustige Ideen.

So kamen immerhin 71 von 90 Eigentümer einer Wohnungseigentümergemeinschaft in Südbaden auf die Idee, eine Hausordnung mit folgendem Text zu beschließen:

“Die Beförderung von Tieren in beiden Personenaufzügen von Haus 1 (Kirchstraße 12) ist nicht gestattet.”

Die Mieter eines Eigentümers pfiffen auf dieses Verbot und transportierten fleißig weiter. Die übrigen Eigentümer klagten gegen den Vermieter, er solle doch auf die Mieter einwirken, derartige Fahrstuhlnutzungen durch Tiere zu unterlassen.

Das AG Freiburg weist die Klage ab, da der Beschluss und der Teil in der Hausordnung nichtig sei. Das generelle und undifferenzierte Verbot sei unwirksam.

Eines Tages werden Wohnungseigentümer auch noch versuchen, Kindern die Benutzung des Fahrstuhls zu verbieten. Alles nur eine Frage der Zeit.

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Thema: Rechtliches, Tierisches

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2 Kommentare

  1. 1
    Christoph 

    Wer will schon ein Tier in zwei Aufzügen transportieren? Die Beförderung in *einem* Aufzug wurde ja nicht verboten :-)

  2. 2
    Vernunftbold 

    Christoph hat völlig Recht. Genauer: Da es keinen vernünftigen Grund gibt, die Beförderung von Tieren in einem Aufzug, oder auch die Beförderung desselben Tiers mal in dem einen, mal in dem andern Aufzug zu verbieten, muss hier die gleichzeitige Beförderung desselben Tiers (z.B. Pferd) in beiden Aufzügen gemeint sein.

    Diese ist in der Tat weder dem Tier noch den Aufzügen zumutbar. Wenn also in einem Haus große Tiere von Menschen besonders schlichten Gemüts gehalten werden, kann ein solches explizites Verbot im Interesse des Tier- und Aufzugschutzes durchaus sinnvoll sein.

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