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Den kennste doch.

Donnerstag, 29. Januar 2009 | Autor: Michael

Landgericht Hamburg. Bausache, einstweilige Verfügung. Zwei Anwälte auf der Gegenseite, einer davon kommt mir bekannt vor.

Stimmt. Aus meiner Referendar-AG, ca. 60 jahre her. Kaum verändert, stelle ich neidvoll fest. Ich kannte seinen Nachnamen allerdings nicht, als ich den Briefkopf las. Hm. Wohl Namen der Gattin angenommen. Egal. Nach dem stundenlangen Termin, alle sind reichlich erledigt, spät nachmittags, denke ich: der hat dich nicht erkannt. Also: spreche ich ihn doch mal an. Beim Rausgehen. Nach dem Termin.

Gesagt getan. Lächle ihn, den Kollegen Gegner, freundlich an. Er guckt mich hasserfüllt zurück an. Ich lächle noch freundlicher. Viel freundlicher geht es nicht. Er wendet sich ab und geht zum Kleiderständer. Ich berühre ihn leicht am Arm und sage zu ihm: “Ich glaube, wir kennen uns.”

Er: “Lassen Sie das!” und dreht sich noch weiter weg. Ich gebe nicht auf: ” ich wollte gar nicht stören aber…” Er: “Das ist jetzt völlig inakzeptabel.” Ich:”Aus dem Referendariat. Wir waren in einer AG, all die Jahre.” Er: “Ah ja. Kann sein.” Und dreht ab.

O.k. Das nächste Mal werd ich dann nix mehr sagen. Dazugelernt.

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Thema: Unhöfliches.

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Keine Kommentare

  1. 1
    doppelfish 

    Jetzt mal grübeln, zu wessen Gunsten der Termin wohl ausgegangen sein mag.

  2. 2
    Jochen 

    Tja, eine traurige Geschichte eigentlich, ich verstehe bis heute nicht, dass einige Kollegen ein Verfahren offenbar als sehr persönliche Sache nehmen und sich wie beschrieben verhalten und teils meinen nicht mal grüßen zu müssen. Zum Glück aus meiner Erfahrung nicht die Regel, meist ist der Umgang doch kollegial.

  3. Die Organisatoren unseres (ersten) Klassentreffens anläßlich des 30. Geburtstages unseres Abiturs berichteten von bösen Briefen zweier ehemaliger Mitschüler; sie verbaten sich weitere Korrespondenz sowie die Erinnerung an die damalige Schulzeit.

    Manche Wunden heilt die Zeit nicht.

  4. 4
    Jochen 

    Den Schluss, den Du aus dem ganzen ziehts, das nächste Mal nichts mehr zu sagen, solltest Du nochmal überdenken, wäre doch schade, wegen einem Id….., andere Gelegenheiten zu vertun.

  5. 5
    Brandau 

    Schade eigentlich. Gibt es wenigstens Geschichten aus der AG, die das Verhalten erklären?

  6. 6
    Ulla 

    Man möchte zuweilen ein Kannibale sein. Nicht, um den oder jenen aufzuessen, sondern um ihn auszuk …!

  7. 7
    Michael 

    Weiß gar nicht so genau – in der AG hatten wir alle ein wirklich gutes Verhältnis zueinander, es gab auch keine Außenseiter, jedenfalls erinnere ich das nicht. Ein AG-Leiter sagte mal, wir wären die beste AG gewesen die er je hatte (was sicher nicht an mir lag), und wenn man sich anguckt, was aus den Einzelnen so geworden ist, spricht viel dafür. Hm. Naja. Ich werde mit dem Kollegen wegen der Bausache mindestens die nächsten drei Jahre sowieso noch zu tun haben. Mal schauen.

  8. 8
    ballmann 

    “Ein AG-Leiter sagte mal, wir wären die beste AG gewesen die er je hatte”

    Das sage ich meinen Refs auch jedesmal.

  9. 9
    Michael 

    LOL. Ich erinnere allerdings, dass – was latürnich auch nicht viel heißt – fast jeder von uns ein Prädikatsexamen hatte (im ersten) und dann im 2. auch eins gemacht hat.

  10. Sie sollten einfach aufhören, fremde Herren zu belästigen. Fragen Sie Herrn Fitz, der kennt sich damit aus. :D Na gut, mit dem Aufhören vielleicht weniger…

  11. 11
    Michael 

    Genau. Der fingert ja immer alle an. Wo steckt er überhaupt, der Herr Fitz?

  12. Der belästigt gerade Getränkeautomaten, der Herr Fitz.

  13. 13
    juf 

    Hörnse mir doch mit dem Herrn Fitz auf

  14. 14
    Michael 

    Da, WeltdesWissens – da war er. Kurz da und schon wieder weg. Er kennt sich nicht mehr. Soll uns das Sorgen bereiten?

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