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Hände weg von den Amtsgerichten.

Dienstag, 25. Juni 2013 | Autor: Michael

In Mecklenburg-Vorpommern. Aus 21 macht 10.

Die Reduzierung ist leider politisch gewollt. Kammerpräsident und Kollege Schöwe weist in den neuen BRAK-Mitteilungen zu Recht darauf hin, dass gerade in einem Bundesland, welches offenkundig Probleme mit rechtsradikalem Gedankengut hat und in dem, wie er es nennt, “braune Kümmerer” auftreten, eine flächendeckend funktionierende Justiz vorhanden sein muss.

Menschen, denen es finanziell ohnehin nicht gut geht, werden nicht, um ihre rechtlichen Interessen wahrnehmen zu können, freiwillig 100 km zurücklegen. Es ist absehbar, dass etwa die Strafgerichte auf Zeugen, die solche Wege zurücklegen müssen, werden verzichten müssen. Die Beispiele lassen sich fortsetzen.

Schleswig-Holstein hat mit der Justizreform vor Jahren letztlich wenig gute Erfahrungen gemacht. Noch immer ist es ein Vorteil, wenn der “Dorfrichter” “seine Leute” kennt. So jedoch anonymisiert die Justiz ihre “Fälle” – und dies wird sich gerade in einem großen Flächenstaat mit vergleichsweise schlechter Verkehrsinfrastruktur auswirken.

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Thema: Berufliches, Nachbarliches

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Ein Kommentar

  1. 1
    Trino 

    “Noch immer ist es ein Vorteil, wenn der “Dorfrichter” “seine Leute” kennt.”

    Justizia soll also ihre Augenbinde abnehmen? Gerade auf dem Dorf ist der Filz am größten !!

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