In the garden.
Donnerstag, 4. September 2008 | Autor: Michael
Juristische Logik.
Dieses Bild

ist juristisch mehr geschützt als ein aufwändiger, vielleicht seitenlanger Werbetext.
Selbst dieser Apfel

hat mehr Schutz.
Ist doch auch fair. Das Abknipsen dauerte wenige Sekunden, für einen Werbetext kann man Stunden benötigen, Tage. Total logisch, das.
“Die Schöpfungshöhe beginnt dort, wo die Vorstellungskraft vieler Juristen endet.” (nach mihi)


Achja, Balsam auf Texterwunden … seufz. Ich bin dafür, dass du Medienrichter wirst. Genau.
Dann kommen wir alle zu dir.
Lass uns ein eigenes Gericht eröffnen. Ein spezialisiertes. Ich mach auch die Imagebroschüre dafür, sogar kostenlos. Na – wie wär’s?
Klingt ja nach Poesiegericht …
Die Privatisierung von Gerichten wäre wirklich mal eine interessante Idee, längst überfällig!
Tja, tagelange Arbeit … – “sweat of the brow” gilt ja bei uns leider auch nicht.
Wir könnten dann Beisitzer werden, Tina. In schwarzen Roben. Gebügelten allerdings.
Ich hab keine Ahnung, was Beisitzer machen müssen, aber sitzen – auch bei und in gebügelter Robe – kann ich astrein. Au ja. Ich seh uns schon da sitzen. Kann ich auch so eine gepuderte Perücke haben?
Nein, aber eine weiße Krawatte. Du musst auch nicht viel von den Dingen verstehen, über die du urteilst. Das gehört zum Job.
)))))
Fast vorurteilsfrei urteilen, das kann ich. Das schüttele ich quasi mal nebenbei aus dem Robenärmel. Ich würde mich dann aufs Verurteilen von Wirtschaftskriminellen verlegen, davon versteh ich ziemlich wenig …
Gute Idee. Gekauft.
Wir eröffnen ein Gericht. Ist doch prima.
Richter richten ja eh nur einmal wöchentlich, da bleibt genug Zeit für andere Dinge.
Das man Fotos nicht “mopsen” darf, ist ja bekannt. Aber wie ist es, wenn man ein gesehenes Fotomotiv malt?
Und wenn wir einmal dabei sind:
Beim leidigen Fotothema gibt es doch das Persönlichkeitsrecht (für Mitleser: Man darf nicht einfach Leute knipsen und das Foto veröffentlichen).
Gilt das auch für Malen/Zeichnen: Darf man porträtieren, wen man will und das Bild veröffentlichen/verkaufen, ohne das man die porträtierte Person fragen muss? Oder gilt hier die “künstlerische Freiheit”?
@buchstäblich
Na wenn man das Bild malt, dann ist es doch frei oder? Ich denke das gehört zur künstlerischen Freiheit!
@Textinen: Richterinnen haben doch keine Krawatten um. Ich muss wirklich bitten.
@buchstäblich, Ecki: Wagt es nicht, meine Fotos abzumalen. Das gibt Ärger.:-)
Oh, im Gerichtssaal wird fleißig gezeichnet und porträtiert; ich wurde bislang noch nicht gefragt. Hm. Ich sollte dem mal nachgehen…
Stimmt ja: An die Gerichtszeichner habe ich gar nicht gedacht bei der Frage!
Manchmal kann ich ein ziemliches Wirrköpflein sein.
Diese blöden Abmahnabzocker nerven doch nur.
Schöffen müssen doch keine Robe tragen, oder?
Welche Abmahnabzocker?
Und welche Schöffen?
Nee, Schöffen gibt es in Zivilsachen ja nich… aber in Strafsachen und beim Verwaltungsgericht, da sind sie robenohne, jaja.
Naja… der Gesetzgeber hat die wahren Abmahnzocker ja nun heftig beschnitten, maximal 100 Euro glaub ich und dann ist Schicht für die Gebühren. Aber das gilt nur für die Verbraucher, nicht für Firmen…
Die Abmahnabzocker sind Unternehmen, die z.B. Kochbücher ins Internet stellen und dann abmahnen, wenn arglose Menschen daraus etwas verwenden, ohne Lizenzgebühren zu bezahlen. Weil der Laie nicht erkennt, dass es sich um geschützte Inhalte handeln soll.
Auf die Schöffen kam ich, weil Michi an anderer Stelle die Beisitzenden erwähnte.
Außer Abmahnabzocker gibt es aber auch noch die Inhaber von Urheberrechten, die zu Recht Ansprüche geltend machen, wenn jemand ihre Texte oder Fotos kopiert und für eigene Zwecke benutzt.
Eine Bekannte, die ihr Brot mit Texten und Fotos zu Werbezwecken verdient, stößt immer wieder auf fremden Internetseiten oder in themenadäquaten Büchern/Zeitschriften auf die Produkte ihrer eigenen Arbeit, die von Anderen benutzt werden, um Geld zu verdienen.
Wenn sich so jemand einen Anwalt hält, der Urheberrechtsverletzern auf die Murmel haut, dann finde ich das nur recht und billig.
Allerdings. Hier sitzt auch so eine.
Allerdings habe ich vor Gericht gerade verloren.
O-Ton Richter: “Natürlich hat der Beklagte von Ihnen geklaut. Aber die Texte erreichen die Schöpfungshöhe nicht. Damit sind sie nicht geschützt.”
Deutsches Recht.
Also einen Anwalt “halten” wir uns eigentlich nicht, oder? Er unterstützt uns eher im Kampf gegen die Windmühlenflügel.
Und Laien hin oder her – dass man Inhalte nicht einfach so klauen und kopieren darf, darauf kann man schon kommen …
Recht und billig, ja ja.
Cool. Ihr seid Anwalthalter. Klingt fast wie Tierhalter oder Kraftfahrzeughalter. Dem muss ich mal nachgehen.
Gnihihi Michi
Nein, bewußt Bilder und Texte klauen meinte ich damit auch nicht.Aber egal.
Also eher unbewusst klauen? Unterbewusst? Na gut, Fahrlässigkeit kann man mal einräumen oder verminderte Schuldfähigkeit hie und da.
Hat sich eigentlich Herr Knieper inzwischen gemeldet, abmahntechnisch?
Äääh – Herr Wer?
Ich wette, dem musst du erstmal nachgehen, oder?
Der mit dem Kochbuch. Der.
Ach, das ist ja lustig. Nee, die pics sind glücklicherweise von mir. Uffz.
Aber du weißt ja nicht, woher das Headerbild kommt …
Aber keine Angst, hab ich Rechte erworben. Alles rechtmäßig hier, jawoll.
Äh doch, das hattet ihr doch damals gesagt… wehe..:-)
Alles gut.