Männlicher ReNo.
Mittwoch, 28. Januar 2009 | Autor: Michael
Bei uns hat sich ein männlicher Rechtsanwalts- und Notarfachangestellter beworben. Jung.
Er wäre der einzige unter einer Vielzahl weiblicher Kolleginnen.
Hindert mich dieses AGG daran, Bedenken zu haben?


Ist er hübsch?
Kannst ihn ja zu Susi schicken. Als männliche Tippse, quasi. Also, wenn er den dort gestellten Ansprüchen genügt
@Susi: Schon die Antwort auf diese Frage könnte mir ein Verfahren einbringen.:-P
Unterstelle mal, ich kann es aufgrund eines Fotos nicht beurteilen. Und nun?
@doppelfish: da wäre er unterfordert.
ich könnte mir auf jeden Fall vorstellen, dass er die Krankheitsquote bei den Damen senkt.
Ja. Die Krankheitsquote vielleicht.
Ja, was denn nun! Krieg ich den Job oder nicht?
Ach herrjeh. Der Herr Fitz. Ich fürchte, ich werde Ihre Bewerbungsunterlagen mit dem üblichen Standardsatz zurücksenden. Vielleicht füge ich noch “Vergrämer, bleib bei deinen Tauben” hinzu.
Bestehen Bedenken oder Hoffnungen, dass er den Schriftsätzen und der Kanzleikommunikation eine sehr homosexuell gefärbte Note gibt?
Nun, nicht unbedingt. Äh. Ist dies ein Kriterium?:-)
Ihr seid so gemein!
Nein, nur vorsichtig.:-)
Das AGG hindert vielleicht nicht, Bedenken zu haben. Es sollte einen aber hindern, diese auch in der Ablehnung kundzutun
K2 hatte mal einen Kindergärtner.
Der wurde von allen abgöttisch geliebt
@Consigliere: Ebendrum. Ich denke (nur) also bin ich.
@ballmann: Sehen Sie! Sehen Sie!
Hoffentlich haben Sie nicht zu laut gedacht. Es soll ja Bewerber geben, die sich im Internet über potenzielle zukünftige Arbeitgeber informieren.
Noch ist ja nichts passiert. Habe ja nur gefragt, ob das AGG mich am Denken hindert. Das darf ich doch wohl noch…
Das sollen Sie sogar
Ich persönlich hätte die Befürchtung, dass ein frustrierter Bewerber die in der eventuellen Ablehnung aufgeführten (zulässigen) Gründe für vorgeschoben hält und hier angestellte Überlegungen für die wahren Gründe. Aber was mache ich mir Ihre Gedanken 
Jedenfalls werde ich mich vor Lachen auf dem Boden kugeln, wenn Sie hier demnächst eine Schwangerschaftsvertretung suchen…
Ach, hier werden ja keine Überlegungen angestellt, oder?
Und hiermit stelle ich offiziell fest, dass ich niemals Männer gegenüber Frauen benachteiligen würde. Wo käme ich denn da hin. Ts.
http://der-rechthaber.de/index.php/2009/01/mannlicher-reno/#comment-1439 liest sich, als hätten Sie Überlegungen angestellt, die sich aus der Konstellation “einziger Mann, jung, unter einer Vielzahl weiblicher Kolleginnen” ergeben. Aber da habe ich mich wohl geirrt.
Neinnein. Allein aus der Ablehnung der Bewerbung des Herrn Fitz könnte man etwas herauslesen. Aber ein Taubenvergrämer passt nun wirklich nicht in dieses Büro. Vor allem nicht er. Auch wenn ich seine Bücher kaufe.:-P
ICH würde ihn einstellen. – In der Annahme, dass es wieder ein Kapitel in meinem Buch “Lebens- und Berufserfahrung” gibt. Langweilig wird das sicherlich nicht.
Wir halten fest: nichts läge Ihnen ferner, als einen Bewerber allein aufgrund des Geschlechts abzulehnen. Im Gegenteil könnte ein männlicher Mitarbeiter geeignet sein, das Betriebsklima und die Motivation der Kolleginnen deutlich zu verbessern und würde der Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frau und Mann im ReNo-Arbeitsleben dienen. Wenn also trotzdem eine Ablehnung erfolgt, dann allein, weil fachlich geeignetere Bewerber(innen) vorhanden waren. Habe ich das so richtig verstanden?
@ Ulla Möchten Sie seine Bewerbungsunterlagen – nach Zustimmung des Bewerbers und möglicher Ablehnung hier – zugesandt erhalten?
@ Consigliere Perfekt. Ich hätte es nicht besser formulieren können.
Ich denke, nicht das AGG hindert Sie. Sie haben nur Bedenken, er könne der Hahn im Korb sein
Was sagt denn die Damenwelt von der Bewerbung? Zählen da evtl. eher die optischen Vorzüge?
Ulla: Neinneinneinneinneinneinneindoch.
Also, … wenn er optisch einiges hergibt …
Warum nicht!?!?!
Könnte glatt eine Bereicherung sein zwischen all den angestaubten Akten … (“Welch Glanz in unserer Hütte!”)
Gut. Ich merke schon, ich lasse hier lieber nicht abstimmen.
Ich verstehe bereits die Grundfrage nicht.
Warum soviel Aufhebens ob eines männlichen ReNo?
Ich sitze vor einem PC,
die Gasheizung ist an,
das Licht brennt und
die Zeitung erscheint mit dem Datum 29.01.1800.
Ups, ja, stimmt, wird sind ja noch in der männlich geprägten Vorzeit. Da kann so etwas ja nicht sein, weil so etwas nicht sein darf…
Ehrlich, ob männlich oder weiblich, die Qualität muss stimmen. Und das erscheint mit geschlechtsneutral
klar – aber das Umfeld muss doch auch passen, sonst nützt die ganze Qualität nix. Oder?
ich würd ja einfach den/die bewerberIn nehmen, der die größte fach- und sozialkompetenz aufzuweisen hat…
Wenn es alles so einfach wäre. Was, wenn das vorhandene weibliche Personal etwa grundsätzlich vielleicht keinen männlichen Kollegen wollen würde?
Mausi – waren Sie nicht im Dschungelcamp oder sind meine Quellen falsch?
))
Das ist doch das eigentliche Problem. Frauen wollen keine Männer, welche die gleichen fachlichen Qualifikationen aufweisen (oder, mitnichten, bessere
).
Aber Ihr Büro scheint demokratisch organisiert, wenn das – weibliche – Personal offensichtlich Mitbestimmungsrechte hat.
Ich versuchte auch einmal, ein Pferd von hinten aufzuzäumen…
Nur der Vollständigkeit halber: Ich bin kein weibliches Personal.
Ach, wir sind einfach nur nett und berücksichtigen alle Interessen.:-)
Ein schöner Schluss
Nun, wir hatten und haben bei uns auch männliche – qualifizierte – Schreibkräfte. Ist komisch, aber man gewöhnt sich dran.
Tina, laut Ratatök war doch schon Schluß.
Verstehe das Problem nicht. Bin männlich, ReNo und hochqualifiziert. Nur, weil ich in diesem Job eine Minderheit darstelle, bin ich weniger gut in diesem Job als die Damen?? Also dem Betriebsklima hat meine Anwesenheit bislang alles andere als geschadet…