Putzfrau gesucht.
Montag, 12. Januar 2009 | Autor: Michael
Es hat gedauert. Viele Jahre. Dafür gibt es nachvollziehbare Gründe. 2 Gründe sind vierbeinig und bellen, einer der beiden letztgenannten Gründe frisst alles auf was ihm fremd erscheint und sich an der Haustür bewegt.
Aber dann – auf die Empfehlung einer Freundin hin erschien Frau Sch. Freundin macht seit Jahren mit ihr gute, nein beste Erfahrungen. Auf Nachfrage hin teilte mir allerdings Ehemann von Freundin, also Freund, mit, dass er mittlerweile mit Zetteln arbeite, so gelben Hafties, etwa mit dem Inhalt: “Hier bitte nichts berühren!!!” oder ähnliches. Die habe er z.B. auf seine Boxen geklebt, die Frau Sch. sonst feucht abwische. Oder nass abwische. Na gut – dass eine Putzfrau nicht perfekt sein kann, war mir schon klar.
Und dann erschien sie. Sie verstand sich gleich perfekt mit H1 und H2 – offenbar aufgrund mitgebrachter Bestechungsgeschenke in Form von Leckereien, aber auch das ist mir ja wurscht. Hauptsache, es erspart uns den Hausputz. Am ersten Tag dann, einige Monate zuvor, lief alles perfekt. Ich kam nach Hause und fand ein blitzblankes Haus vor. Alle waren glücklich. Frau Sch. hatte wohl 5 Stunden gearbeitet, gar nicht alles geschafft in der Zeit und würde nun zweimal die Woche kommen. Ein kleiner Schönheitsfehler war zwar ein defekter Bilderrahmen. Naja, wenn ich genauer nachdenke… einige Möbel waren umgestellt. Und Geschirr umgeräumt. Aber das konnte das Glück nicht trüben.
In den folgenden Wochen dann setzte eine andere Phase ein. Nennen wir sie die kritische Phase. Frau Sch. wusch in unserer Waschmaschine ihre eigene Wäsche. Schon immer hatten wir uns gefragt, warum sie eigentlich einen Wäschebeutel mit sich brachte. Bald wussten wir es. Sie hielt sich nicht an die Weisung, das Klavier nicht nass abzuwischen. Kam ich nach Hause, benötigte ich bis zu 30 Minuten, um alle Möbel wieder dahin zu stellen, wo sie einmal standen. Sie hielt verabredete Termine nicht ein. Einmal wartete ich 60 Minuten. Anrufbar war sie nicht. Ein anderes Mal fuhr dann ein 5er BMW Kombi vor. Nagelneues Baujahr. Sie entstieg. Ich bekam sofort ein schlechtes Gewissen. Einer Frau, die ein solches Auto fährt, kann man doch kein Putzfrauengehalt zahlen. Noch ein anderes Mal kam ich früher nach Hause als erwartet; sie war bereits weg. Mit ihr der Lohn für 5 Stunden putzen. Mit dem Problem, dass sie um 8 Uhr gekommen war, ich aber um 12.00 nach Hause kam.
Mittlerweile kommt sie nur noch sporadisch. Einmal war K2 zu Hause. Da war sie in knapp 4 Stunden fertig. Ohne Benutzung unserer Waschmaschine.
Eigentlich.. je mehr ich darüber nachdenke, desto weniger kommt sie noch. Vermutlich ist der BMW mittlerweile von unserem Geld abbezahlt und sie hat es nicht mehr nötig. Oder sie hat hier eigene Waschmaschine. Oder so.


Hui, da hab ich aber Glück gehabt mit Schackeline aus den neuen Bundesländern.
Putzt weltmeisterlich, kommt mit dem Bus und wäscht zuhause.
Meine Güte so langsam erscheint mir mein ewiger Traum von einer Putzfrau zum Albtraum zu werden…
Ich sage nur: Frau Buchberger.
))))
Uiuiui. Die Rache der Enterbten, dass sie euch hier und da in die Suppe spuckt? Ich bin aber vor allem erstaunt, dass überhaupt jemand bei euch putzen kommt.
Da räumt sie freundlicherweise die Möbel um, um das Feng Shui des Raumes zu retten und der Hausherr räumt einfach alles wieder zurück. Kein Wunder, dass sie bei dieser Undankbarkeit eine Stunde früher geht!
Aber dann scheint doch das Chi – oder was auch immer – auch nicht so richtig den Raum durchströmt zu haben, oder?