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Vorschlag für den Zapfenstreichsong, Herr Wulff.

Freitag, 24. Februar 2012 | Autor: Michael

Wie man hört, hat der ehemalige Bundespräsident das Angebot, am 8. März mit einem Großen Zapfenstreich verabschiedet zu werden, angenommen.

Man macht sich ja so seine Gedanken. Herr Dr. zu  Guttenberg hatte als Abschiedslied bekanntlich “Smoke on the water” gewählt (vermutlich wegen der Zeile “we ended up at the Grand Hotel”).  Horst Köhler wählte den “St Louis Blues March”, in dem der Autor des Liedes am Ende seine Koffer packt und sich aus dem Staub macht.  Hm.

Nach langem Nachdenken schlage ich Herrn Wulff vor, einen song von Randy Newman zu wählen. Nachdem ich zunächst etwas von “Little Criminals” erwog, neige ich jetzt eher “It´s money that matters zu.” Klingt mit Bläsern bestimmt fein.

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Thema: Musikalisches, Politisches

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7 Kommentare

  1. 1
    gerhard 

    Ich schlage vor:

    David Bowie – Space Oddity
    ============================

    Ground Control to Major Tom
    Ground Control to Major Tom
    Take your protein pills and put your helmet on

    Ground Control to Major Tom
    Commencing countdown, engines on
    Check ignition and may God’s love be with you

    Spoken:
    Ten, Nine, Eight, Seven, Six, Five, Four, Three, Two, One, Lift-off

    This is Ground Control to Major Tom
    You’ve really made the grade
    And the papers want to know whose shirts you wear
    Now it’s time to leave the capsule if you dare

    “This is Major Tom to Ground Control
    I’m stepping through the door
    And I’m floating in a most peculiar way
    And the stars look very different today

    For here
    am I sitting in my tin can
    Far above the world
    Planet Earth is blue
    And there’s nothing I can do

    Though I’m past one hundred thousand miles
    I’m feeling very still
    And I think my spaceship knows which way to go
    Tell my wife I love her very much (she knows!)
    Ground Control to Major Tom
    Your circuit’s dead, there’s something wrong
    Can you hear me, Major Tom?
    Can you hear me, Major Tom?
    Can you hear me, Major Tom?
    Can you hear….

    “ am I floating round my tin can
    Far above the Moon
    Planet Earth is blue
    And there’s nothing I can do.?

  2. 2
    DDT 

    Bei Welt-Online wurde “Fuchs du hast die Gans gestohlen” angeregt.

  3. Wie wärs mit “Meistens ist gar nichts dahinter…” ?

  4. 4
    DDT 

    Genau. Außerdem hat es ja die Schiegermutter glattgebügelt.

  5. 5
    Dr.Michael Purrucker 

    Wenn ich es richtig sehe, hat das Zeremoniell des Großen Zapfenstreiches seine Bedeutung im Laufe der Geschichte mehrfach geändert: die Wandlung folgte stets dem sich verändernden Verständnis, wem die Armee in Deutschland verpflichtet ist. Die Bundeswehr ist kein Staat im Staat, wie es die preußisch-deutsche Armee war. Sie ist auch nicht dem obersten Repräsentanten des Staates verpflichtet. Hitler hat den Eid auf sich leisten lassen – das war der Sündenfall schlechthin. Nein, die Bundeswehr ist in der Verfassung verankert. Ihr Oberbefehlshaber ist der Verteidigungsminister (im Friedensfall), die Bundeskanzlerin im Verteidigungsfall – also tiefe demokratisch politische Verantwortung. Und in das staatliche Gefüge gehört auch der Bundespräsident. So gesehen, verabschiedet sich nicht dieser von der Bundeswehr in einer persönlich-sentimentalen Feierstunde. Vielmehr kommt auch das Militär mit dem Großen Zapfenstreich gleichsam routinemäßig einer Pflicht nach, einen hohen (in diesem Fall den höchsten) Repräsentanten des Staates zu verabschieden. Und von beiden Seiten gesehen: das ist eine Pflicht und kein Beteiligter sollte die Option haben, zu verzichten. Was täten wir, wenn die Bundeswehr sich zieren oder gar verweigern könnte bzw. würde? Christian Wulff ist also in diesem letzten Akt seinen Pflichten als Staatsoberhaupt nachgekommen. Eine Ablehnung wäre eine schwerwiegende Pflichtverletzung gewesen. Übrigens die erste im Amt.
    Dr.Michael Purrucker

  6. 6
    Michael 

    Der Sozius darf abweichender Meinung sein: von einer “Pflicht” der Verabschiedung kann nicht die Rede sein. Es handelt sich um eine Übung, auf die auch verzichtet werden kann – wie es etwa Gustav Heinemann tat, der statt dessen eine Bootsfahrt auf dem Rhein mit geladenen Gästen unternahm.
    Im Übrigen: ob es die erste Pflichtverletzung von Herrn Wulff gewesen wäre, wird sich in den nächsten Monaten zeigen – hier wird bekanntlich noch ermittelt (auch von der Bafin, nicht nur der Staatsanwaltschaft).

  7. 7
    Anna 

    Pflichten oder Pflichtausübungen ohne die Möglichkeit zur Reflektion und daraus Konsequenzen zu ziehen?

    Das finde ich eine sehr beängstigende Vorstellung.

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