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Zeithonorar: eine Stunde pro Seite gedanklicher Erarbeitung

Mittwoch, 29. Februar 2012 | Autor: Michael

Das Landessozialgericht Rheinland-Pfalz hat eine interessante Richtschnur erarbeitet, die auch für die Überprüfung von Zeithonoraren bei Anwälten relevant sein könnte:

Danach ist als Anhaltspunkt des Zeitaufwands für die gedankliche Erarbeitung eines gerichtlichen Gutachtens durch den Sachverständigen pro Seite des Kernbereichs etwa eine Stunde zu veranschlagen (Beschluss vom 16.11.2011, L 5 P 55/10).

Mit “Kernbereich” meint der Senat die Ausführungen im Gutachten, welche nicht die Wiedergabe des Beweisthemas, Vorbemerkungen oder Quellenangaben betreffen.

Überträgt man dies auf anwaltliche Stundenvergütungen, so wird man für jede Seite eines Schriftsatzes ca. 1 Stunde Honorarvergütung ansetzen können – sicherlich nur im Rahmen einer Plausibilitätskontrolle, aber immerhin. Klar ist immer, dass es dabei auf den Einzelfall ankommt, auch auf die Entwicklung eigener Gedanken und nicht auf die bloße Wiedergabe oder Bezugnahme auf andere Texte oder Quellen.

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Thema: Allgemein

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5 Kommentare

  1. 1
    Stefan 

    Ich glaube, wenn ich für jede Seite eines Schriftsatzes eine Stunde benötigen würde, dann hätt ich nie Feierabend :-)

  2. 2
    judge 

    @stefan: wenn (oder sollte ich sagen: weil) für jede Seite ein Zeithonorar berechnet werden kann, verschiebt sich mein Feierabend seit Jahren immer weiter nach hinten…

  3. 3
    Michael 

    Aber irgendwann muss mal Feierabend sein. Basta. :-)

  4. 4
    Ö-Buff 

    1h pro Seite Gutachten? Wow, unsereins bekommt 1h pro 100 Seiten Akte.
    Wird Zeit, mal wieder umständlicher zu formulieren. ;)

  5. 5
    Ö-Buff 

    Ne, stimmt nicht. 1h pro 50 Seiten.

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