Zur Glaubwürdigkeit von Boris Becker – wen es interessiert.
Freitag, 21. November 2008 | Autor: Michael
Nun kann es eigentlich relativ egal sein, was mit Boris und seiner Sandy so war oder nicht war.
Wenn da nicht dieses Interview wäre, welches der aufgewühlte Boris der mitfüählenden BILD-Kolumnistin gab, nämlich hier, betitelt mit: So machte Sandy Schluss mit mir.
Armer Boris. Leider glaube ich ihm nicht. Dieses Interview ist gefällt mit Lügensignalen. Nur ein Absatz als Beispiel, das genügt vollkommen (auch die anderen sind nicht viel besser):
BILD: Wie hat Sandy reagiert?
Becker: Schwierig, weil ich auch nicht jedes Detail und jedes Wort wiederholen möchte. Ein bisschen Privatsphäre sollten wir noch versuchen zu wahren. Aber glauben Sie mir, es war nicht schön. Was ich Ihnen hier mitteile, ist leider die Wahrheit. Ich kenne mich im Medienrecht mittlerweile recht gut aus und kenne die Konsequenzen, wenn ich hier lügen würde. Warum ich mich heute überhaupt zu Wort melde, weil es langsam auch meinen Namen beschmutzt, was hier von der anderen Seite öffentlich behauptet wurde. Ich bin der Letzte, der eine öffentliche Schlammschlacht braucht. Ich habe das schon einmal nach meiner Scheidung durchmachen müssen. Aber wenn der Bogen überspannt ist und zu viele Unwahrheiten behauptet werden, habe ich keine andere Wahl!
Das Fluchtsymptom: Boris wird (nur) gefragt, wie Sandy reagiert hat. Diese Frage beantwortet er nicht. Er versucht zu erklären, dass es füäihn schwierig ist, dazu etwas zu sagen (warum eigentlich? – das Argument Privatsphäre zieht nicht, da er ganz andere Dinge schildert, viel intimere). Und nach zwei Sätzen, die die Frage nicht beantworten, schwenkt er auf sich über (“glauben Sie mir, es war nicht schön..”, es folgt nichts über Sandy). Er beantwortet die Frage also nicht, sondern sucht die Flucht in Nebensächlichkeiten seine Person betreffend.
Bestimmtheitssignal: Boris sagt “glauben Sie mir”, “es ist leider die Wahrheit”, “Ich kenne mich im Medienrecht mittlerweile recht gut aus und kenne die Konsequenzen, wenn ich hier lügen würde.” Wird die Wahrheit einer Bekundung demonstrativ beteuert, kann man davon ausgehen, dass gelogen wird. So krass wie hier findet man es selten.
Übertreibungssignal: Dies findet man in ” Ich bin der Letzte, der eine öffentliche Schlammschlacht braucht” oder etwa in “habe ich keine andere Wahl”. Derartige Übertreibungen machen Bekundungen immer verdächtig.
Entrüstungssymptom: “Aber wenn der Bogen überspannt ist und zu viele Unwahrheiten behauptet werden, habe ich keine andere Wahl!” Je mehr eine Entrüstung öffentlich dargeboten wird, desto skeptischer sollte man sein.
Hm. Vielleicht wollte er ja auch nur Stoff für die nächste Auflage von Büchern über die Glaubwürdigkeitslehren liefern. Was weiß ich denn. Armer Boris.


Der LÜGT! Abersowasvon! Oder die Bild lügt. Oder beide. Womit es dann schon wieder fast die Wahrheit wäre oder?!
Aktueller Stand ist ja wohl, dass dat Sandy mit ihm per SMS Schluss gemacht hat. Geschieht im Recht, er hat ja auf gleiche Art und Weise mit Lilly seinerzeit Schluss gemacht.
Merkt man, dass ich zuletzt öfters beim Arzt war??
Auja, mehr High Society-Themen auf diesem Blog!!!
Was mich viel mehr interessiert: Warum liest du die Bild?
Das ist bei uns im Büro die am meisten vergriffene Zeitung. Aber keiner gibt es zu….
aber der Boris lügt doch nicht. hat er doch noch nie! der weiß gar nicht wie das geht. und wo’s zur besenkammer geht weiß er auch nicht. die Bild ist übrigens großartig, viel lustiger als die Titanic.
hab noch was vergessen. der boris und ihm seine sandy und die fiese masche mit der SMS haben es sogar in die norwegische zeitung geschafft, bitteschön: http://www.aftenbladet.no/sport/950013/Slo_opp_med_Boris_Becker_i_tekstmelding.html
Also bitte. Die BILD lügt nie. Und viel mehr society kann ich auch nicht. Die Menge hängt von meinen Bäckerbesuchen ab; mittags ist da die BILD allerdings schon oft ausverkauft. Dazu trage ich dann allerdings nicht bei.
Hatte gestern nur die Überschrift gelesen; das genügte schon, dann bei bild-online geguckt. Mir ist noch etwas schleierhaft, wie man auf Boris reinfallen kann… aber auch das muss ich nicht verstehen. Oder?
Boris sagte Medienmarketing. Nicht Medienrecht. Ganz sicher. Der Journalist hat das einfach falsch verstanden.