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Zwei Bücher.

Montag, 25. Juli 2011 | Autor: Michael

Faszinieren mich gerade.

Das erste  Buch ist ein Stadtführer über das jüdische Hamburg – das was mal war und das was geblieben ist.  Studemund-Halevy hat alphabetisch Friedhöfe, Bauwerke und wichtige Persönlichkeiten aus den letzten vierhundert Jahren zusammengestellt; auch eine Reise in das Grauen, wenn man liest, was aus manchen großen Hamburgern während der Zeit von 1933 bis 1945 geworden ist.  Ich bin von einem Erstaunen in das nächste gestolpert, auch von einem Entsetzen ins nächste. Ein wunderbares Buch für alle, die sich für Hamburg und seine Geschichte interessieren, auch für seine dunkle Vergangenheit.

(Im Jüdischen Hamburg: ein Stadtführer von A bis Z, von Michael Studemund-Halevy u.a.,  Dölling und Galitz Verlag)

Fast zeitgleich gekauft: ein Architekturführer von Matthias Donath über das, was man in Hamburg noch aus den Jahren 1933-1945 wiederfindet. Der Autor räumt auf mit der Nachkriegslegende, Hamburg sei während des Dritten Reiches eine liberale Stadt und kaum “braun” gewesen.  35 Beispiele nationalsozialistischer Architektur werden sehr eindrucksvoll dargestellt – ebenso die Personen, die dafür verantwortlich waren.  Sehr faszinierend – ein Buch, welches sich gut für verregnete Wochenenden eignet (gern auch als Begleiter eines Hamburgspazierganges).

(Hamburg 1933-1945: “Führerstadt” an der Elbe, Imhof-Verlag)

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Thema: Lesbares, Unmenschliches

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